Larry Carlton im Hirsch

11.11.2009

Gestern gab sich einer der ganz Großen unter den Gitarristen im Nürnberger Hirsch die Ehre: Larry Carlton. Leider war das Konzert ziemlich schlecht besucht, doch es schien, als mache das Herrn Carlton gar nicht so viel aus. Ganz allein betrat er die Bühne, begrüßte sichtlich gut gelaunt das Publikum, das ihn nicht stehend, sondern zur Abwechslung mal auf Bierbänken sitzend erwartete und spielte ein paar Weisen, mäßig verstärkt, kunstvoll verwoben, ohrschmeichelnd.
It’s Part of the Show, scherzte er und genoss sichtlich die intime Clubatmosphäre.

The Larry Carlton Trio in Nürnberg im Hirsch

Das Larry Carlton Trio im Musikclub Hirsch in Nürnberg

Dann holte er seinen Sohn Travis auf die Bühne, der einen wunderbaren Bass spielt und dem man das eine ums andere Mal ansah, wie stolz er auf seinen Vater ist und wie gern er mit ihm zusammen musiziert.
Dritter im Bunde war Gene Coye, ein schwarzer Riese, wenn ich das mal so sagen darf, der mit Sticks an den Händen geboren zu sein schien, so lässig und überzeugend bediente er sein Schlagzeug und als einer der Songs in ein Drumsolo mündete, nur unterstützt von Bass und sparsamen Riffs des Meisters, sagte dieser am Ende:
And the top of it all: this Guy is twenty-five years old. Oh these kids!

Apropos Kids. Travis Carlton dürfte nicht viel älter sein, als Gene, der Trommler und beide zusammen lieferten eine rundum funktionierende Groove-Machine ab, die ihrem alten Herren an der Front teilweise ordentlich Feuer unter dem Hintern machte. Aber der wäre nicht Larry Carlton, wenn er sich davon in irgend einer Weise hätte beeindrucken lassen, im Gegenteil. Je treibender die Rhythmustruppe aufspielte, desto druckvoller wurde der Sound, dem er seiner 68er Gibson ES 335 und seinem eigenwilligen Verstärkerkonklomerat entlockte und das er höchstpersönlich über ein eigenes Mischpult aussteuerte.
Mir allerdings hatten es an diesem Abend vor allem die leisen, verspielten Parts angetan, bei denen ich jedes Mal wieder darüber in Verzückung geriet, auf welche wundersame, kaum nachvollziehbare Weise man Akkordwechsel, Umspielungen und Phrasierungen mit Hilfe einer Jazzgitarre bewerkstelligen kann.

Irgendwann in der Mitte des Konzerts schirmte Carlton mit der Hand seine Augen ab, blickte in den übersichtlich besetzten Zuschauerraum und sagte:
Interesting. Ninety-Nine Percent of the audience are Guys.
Tatsächlich befanden sich nur insgesamt zwei Frauen im Publikum.
Als er dann noch nachfragte, wer von den anwesenden Herren Gitarrenspieler sei, hoben gefühlte hundert Prozent die Hand, wobei es für einen Lagerfeuerschrammler, wie ich einer bin, schon fast etwas vermessen ist, sich gemeldet zu haben.

Anyway, es war ein ganz hervorragender Musikabend, an den ich mich sicher noch lange erinnern werde. Larry Carlton ist nicht nur ein hervorragender Musiker, sondern auch ein äußerst sympathischer Mensch, der mit diesem Gig wieder einmal bewiesen hat, dass er nicht umsonst mehrere Grammys verliehen bekommen hat und seine Zauberhände mit Recht im Hollywood Rockwalk verewigt sind.

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Ein schöne Bildergalerie vom Gig gibt es bei LottaLeben.net


Heute vor 20 Jahren …

10.11.2009

… hatte ich zum ersten Mal einen Golfschläger in der Hand. Den damals gespielten Ball und das Tee habe ich aufgehoben.

Jubiläumsball auf Jubiläumstee

Der damals gespielte Golfplatz hieß Geierstal und für die zwei 9-Loch-Runden habe ich gefühlte dreitausendfünfhundert Schläge gebraucht. Am Abend gab es Entenbraten mit Knödeln und Blaukraut, dazu ein Landbier – wobei, es könnten auch zwei Landbiere gewesen sein.
Im Fernsehen liefen Interviews mit Egon Krenz.

Übrigens, der Slogan des inzwischen zum Golfclub mutierten Golfplatzes ist eine echte Perle:
… Wo der Himmel die Erde berührt … Und der Bussard seine Kreise zieht …


Fassungslosigkeit im Eingangsbereich des Getränkemarkts

08.11.2009

Am Wochenende im Getränkemarkt: Zwei Jugendliche kommen mit Spendenbüchsen auf mich zu und einer fragt mich, ob ich bereit wäre, meine Pfandquittung für diverses Leergut dem RTL Spendenmarathon zu spenden.
Wem, frage ich?
Dem RTL Spendenmarathon wiederholt der Jugendliche, der bisher das Wort geführt hat und ergänzt: Für arme Kinder.
, wiegle ich ab, RTL bekommt von mir bestimmt kein Geld und rücke dem Pfandautomaten ein Stück näher.
Aber es ist doch für arme Kinder, bohrt der Jugendliche mit der Büchse nach.
Ich sammle mich kurz und sage dann laut und gefasst:
Armen Kindern in Deutschland wäre am meisten damit geholfen, wenn RTL seinen Sendebetrieb einstellen würde.

Der Bursche mit der Büchse, sein Kumpel und alle um mich zahlreich herumstehenden Pfandguteinlöser starren mich fassungslos an. Selbst der Automat setzt vorrübergehend aus. Ich komme mir vor, wie in einem der Slow-Motion-Parts neumodischer Actionfilme, die vorzugsweise auf RTL zur Ausstrahlung kommen.

Erst als der Pfandautomat wieder rattert, entspannt sich die Lage und die Jungs mit der Sammelbüchse verlagern ihr Jagdgebiet vorrübergehend auf den Parkplatz. Als ich nach dem Einkauf den Getränkemarkt verlasse, umlagern sie aber bereits wieder den Automaten im Eingangsbereich und schenken mir zum Abschied ein verächtliches Kopfschütteln.


Hüpfende Flöhe in Bad Aibling

06.11.2009

Zugegeben, Bad Aibling liegt nicht gerade um die Ecke, aber weil der Neffe nebst Eltern ein großer Fan des Ukulele Orchestra of Great Britain ist und selbiges gestern das 10. Bad Aiblinger Gitarrenfestival Saitensprünge eröffnet hat, sind wir kurzentschlossen alle zusammen ins oberbayerische Voralpenland gefahren und haben besagtem Orchester gelauscht, das ausschließlich mit Ukulelen und Sangesstimme musiziert.

The Ukulele Orchestra of Great Britain

Das Wort Ukulele stammt übrigens aus Hawaii, bedeutet hüpfender Floh und wenn man die oft atemberaubende Frequenz sowohl der Schlag- als auch der Griffhand beobachtet, mit deren Hilfe die Dame und die fünf Herren ihren Kleinstgitarren die wildesten Töne und Rythmen entlocken, meint man tatsächlich, die Herrschaften würden nicht auf einem Instrument spielen, sondern sich dem aussichtslosen Unterfangen hingeben, einen Sack hüpfender Flöhe hüten zu wollen.
Darüber hinaus verfügen alle sechs Musiker (eigentlich sind es ja acht, aber die Schweinegrippe macht offensichtlich auch vor hüpfenden Flöhen nicht halt) über hervorragende Gesangsstimmen und um die Kongenialität perfekt zu machen, auch noch über typisch englisches Humortalent, was den Abend zum reinen Vergnügen werden ließ.

Schon nach dem ersten Lied – Born to be wild – das ein Herr mit eigenwilliger Langhaarfrisur links außen intonierte, war jedem im ausverkauften Kurhaus zu Bad Aibling klar, womit man es bei diesem Konzert zu tun haben würde: Instrumentalanarchie in jede nur erdenkliche, musikalische Richtung, ohne Scheu und ohne jeglichen Respekt vor den ursprünglichen Komponisten, Arrangeuren und Interpreten, mit der offensichtlichen Lizenz zum Albern und dem Anspruch auf absolute Perfektion.

Vor nichts machte das UOGB halt und sein Repertoire erstreckte sich von Pinball Wizzard von The Who in einer mitreißenden A Capella-Version, über Wuthering Heights von Kate Bush, ein Volkslied, das nach eigenem Bekunden schon seit hunderten und aberhunderten von Jahren auf der Insel gesungen wird, bis hin zu The Good the Bad the Ugly als Hommage an die Spaghetti-Western der späten sechziger Jahre.
Zwischen den Liedern launige Dialoge und Sketcheinlagen, die zum nächsten Song, zum nächsten Gag, zum nächsten Bravour- oder Kunsstück überleiteten und einmal darin endeten, dass Bandleader George Hinchliffe auf einer Ukulele spielte, die nicht größer war, als die Hand eines wohlgenährten Holzfällers oder dazu, dass vier Orchestermitglieder gleichzeitig auf einer einzigen Ukulele spielten. Man kam aus dem Staunen und dem Kichern gar nicht mehr heraus.

Als bei der letzten Zugabe Hinchliffe unter Protest seiner Mitmusikanten ankündigte, ein Stück von Georg Friedrich Händel spielen zu wollen und zur einführenden Akkordfolge die anderen Orchestermitglieder erst nacheinander und zum Schluss gleichzeitig Fly Me to the Moon, Where Do I Begin, Killing Me Softly, I Will Survive und Hotel California einstimmten, war die Überraschung und die Begeisterung im Publikum perfekt.

Mit stehenden Ovationen, Blumen für die Dame und Wein für die Herren, überreicht durch den Oberbürgermeister der Stadt, wurde das Ukulele Orchestra of Great Britain schließlich verabschiedet und es gab an diesem Abend bestimmt niemanden im Saal, der sich nicht hervorragend unterhalten gefühlt hätte und der nicht restlos begeistert gewesen wäre. Nicht umsonst hat das Orchester von der renomierten englischen Zeitung The Independent den Titel Beste musikalische Entertainer des Landes erhalten. Neffe, Schwägerin, Schwager, die Liebste und ich haben jedenfalls nicht bereut, 270 km angereist zu sein, um diese köstliche Truppe einmal live gesehen zu haben.


Die Zeit verrinnt

04.11.2009

Wenn H. und H. zu sich nach Hause zu einer Fete einladen, taucht man ein in eine köstliche Mischung aus Esoterik und Motoröl, Homöopathie und Hemdsärmligkeit, Basentee und Fassbier, Gartenteich und Werkbank, Staplerservice und Heilpraxis, Philosophie und Siedlergemeinschaft.

Nicht falsch verstehen -  diese Aufzählung ist in keiner Weise negativ oder abwertend gemeint, im Gegenteil: das erwähnte Konglomerat ist nämlich nicht Ergebnis überkandidelter Einstellungen, sondern Ausdruck witzig, intelligenter Lebensentwürfe, die sich aus den teilweise ordentlich krummen Lebensläufen der beiden entwickelt und letztendlich auch beide, also H. und H. zusammengeführt haben.

Sinnspruch im Guinness-Pub

Im eigens zum Guinness-Pub umfunktionierten Holzschuppen mit Original Guinness Zapfanlage und Original Guinness Biergläsern hängt einer der schönsten Trinksprüche, die ich kenne: Die Zeit verrinnt, wie schnell ist nichts getrunken, und fürwahr, nach diesem Motto laufen die Geburtstags-, Garten- und Silvesterfeiern ab, die H. und H. das ein ums andere Mal im Jahr veranstalten.

Schöner Brauch ist es, nachdem die Liebste und ich nicht gerade um die Ecke wohnen, bei den beiden zu übernachten und am nächsten Tag den Verlauf der Fete Revue passieren zu lassen, sich über den einen oder die andere das Maul zu zerreißen, sich bei einem Spaziergang in herbstlicher Umgebung die Übernächtigung und das Bier aus dem Kopf blasen zu lassen und gemeinsam in der Vergangenheit zu schwelgen, die Gegenwart zu bewerten und die Zukunft links liegen zu lassen.

Konsens tut gut. Dissens gehört dazu. Wichtig und schön ist, dass man sich gegenseitig zuhört und ausreden lässt. Die Fete am Vorabend dient der Bespaßung; das Frühstück, der Spaziergang und der Nachmittagstee am nächsten Tag, der Erbauung.

Guinnessplakat vor Holzstoß neben verrinnender Zeit


Virtuelle Begleiter in der Dämmerung

30.10.2009

Nachdem ich im Haus sämtliche Glühbirnen durch Energiesparlampen ersetzt habe, treten immer dann, wenn ich das Licht einschalte, Jean-Luc Picard und Johann Wolfgang von Goethe vor mein geistiges Auge.

Das hat damit zu tun, dass es nach dem Einschalten einer Energiesparlampe im Raum gefühlt dunkler wird, anstatt heller. E-nergie! fordert der Captain der Enterprise mit eindrucksvollem Imperativ und der Dichterfürst ermahnt mit seinen angeblich letzten Worten: Mehr Licht!

Leuchtmittelentsorgung

Leuchtmittelgrab


Yadda-Yadda

29.10.2009

Hosenanzug im Amt bestätigt

Auch wenn neun Stimmen aus den eigenen Reihen gefehlt haben, seit gestern schreitet er wieder voran, der Sprechblasen absondernde Hosenanzug.

Zusammen mit Guido I’m not an native English Speaker Westerwave werden das bestimmt vier ganz wunderbare Jahre des Fremdschämens.

Neulich hat Volker Pispers im Rahmen einer Satiresendung sinngemäß gesagt:
Ach was waren das für Zeiten, als man versucht hat, politische Polterer wie Franz Josef Strauß mit der Parole „Stoppt Strauß“ aufzuhalten.
Kann sich heutzutage irgend jemand eine Kampagne vorstellen mit dem Titel „Stoppt Merkel“? Jeder würde sich die Frage stellen: Stoppen, wobei?

Übrigens:
Bla Bla Bla
heißt auf Englisch Yadda-Yadda.


Du und Dein Magnum

25.10.2009

Neulich in der Supermarktkühltruhe: Polnische Entenbrust zwischen Magnum Speiseeis.
Also artgerechte Haltung ist was anderes.

Du und Dein Magnum

Du und Dein Magnum


Ach übrigens, …

22.10.2009

… das ist kein Schattenhaushalt, sondern ein Nebenhaushalt.
„Aufschlussreiches“ Interview dazu heute morgen im Deutschlandfunk.


Erst mal sehen, was Quelle hatte – ein Nachruf

22.10.2009

Obwohl ich schon lange keinen mehr in Händen hielt, werde ich ihn doch vermissen. Den Quelle-Katalog.
In meiner Jugend war er für mich mehr, als nur das Fenster in die schöne, große Konsumwelt, die sich nicht wie heute schnöde durch lieblos gezimmerte Internetseiten oder nervtötendes Teleshopping präsentierte. Allein der Produktname der Hausmarke ließ erahnen, womit man es zu tun hatte. Nicht mit einer Weltmarke, nein die Kühlschränke, Waschmaschinen, Elektroherde und HiFi-Anlagen schienen der Quelle des Universums darselbst entsprungen zu sein, um sich in Millionen und Abermillionen Küchen, Wohnzimmern und Waschkellern zu materialisieren.

Mir war vollkommen klar, warum Karl-Theodor Von und Zu 50 Mille in die Hand genommen hat, um ein letztes Mal die Druckmaschinen anwerfen zu lassen, wusste er doch genau, dass es bei diesem Meisterwerk marktwirtschaftlicher Weltliteratur nicht einfach nur ums Kaufen ging. Die Lektüre eines Quelle-Katalogs war durchaus mit der Lektüre eines Magazins, eines Bilderromans, eines fundiert recherchierten Sachbuchs vergleichbar und hielt einen, auch wenn man nichts bestellte, noch Wochen und Monate nach der heiß ersehnten Sonderzustellung in Atem.

Allein der aufklärerische Aspekt in der Rubrik Mieder- und Damenunterwäsche kann für meine und nachfolgende Generationen gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Hübsche Frauen mit echten Brüsten und nicht von jedem Körperhaar befreiten Bikinizonen lieferten herrliches Anschauungsmaterial, über das auch einmal ganz unverfänglich hinweggeblättert werden konnte, wenn die Mutter das Jugendzimmer betrat und mit gestrengem Blick musterte, welchen Studien sich der Herr Sohn da schon wieder hingab. Ja, auch wenn es nicht das Englischbuch oder die Formelsammlung war, der Quelle-Katalog war immer akzeptiert.
Selbst Ausflüge ins Reich der Mystik, die im Lebensalter aufkeimender Sexualität mindestens ebenso wertvoll sind, wie Closeups einschlägiger Körperregionen, waren da mit Wort und Bild geboten. Ein ewiges Mysterium wird in dem Zusammenhang wohl bleiben, warum ein Massagegerät, das seine Arbeit in Gesicht und an den Oberarmen verrichten sollte, die Form eines Stabes haben muss.

Dann die atemberaubende Phono- und HiFi-Technik, die sich anfänglich in rechteckigen Kompaktanlagen mit passendem, dunkelbraunem Möbel präsentierte, um sich schließlich mehr und mehr zur Komponentenbauweise zu entwickeln. Oh ja, man kam sich vor, wie der versierteste Tontechniker der Welt, wenn man Plattenspieler, Kassettendeck und Receiver erfolgreich miteinander verkabelt hatte und die ersten Takte von Bohemian Rhapsody aus den High-Fidelity-Lautsprechern ertönten.
Ja oder der Duft von Freiheit und Abenteuer, den man atmen durfte, wenn man sich im Geiste in die Auspuffwolke eines zweitaktgetriebenen Mopeds von Mars stellte und dabei die technischen Leistungsdaten mit denen des eigenen Klapprads verglich.

Ach ja, begehrt haben wir alle. Bestellt manchmal. Gelesen, geschaut und gestaunt aber haben wir immer.
Und bevor ich den Quelle-Katalog in Frieden ruhen lasse, darf ich meinen Kolumnisten-Kollegen Franz Josef Wagner von der Bildzeitung zitieren, der ebenso traurig ist wie ich und der sich standesgemäß von der Bibel des deutschen Wirtschaftswunders mit folgenden Worten verabschiedet:

Der Tod von Quelle ist wie ein wirklicher Tod. Es ist der Tod eines Verwandten, Onkel, Tante, Bruder. Man weint, als wäre der Quelle-Katalog ein Mensch. Ein Mensch, der gestorben ist.

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Dieser Artikel erschien am 27. Oktober 2009 auch bei kolumnen.de