AxeAgeRetro – die 70er Jahre

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30.08.2012 von axeage

„Wir steigen aus!“
„Was? Wir sind doch gerade erst eingestiegen.“
„Los, aufstehen. Wir nehmen den nächsten Bus.“
„Aber der kommt erst in zwanzig Minuten.“
„Wir bleiben nicht in diesem Bus. Keine Widerrede.“
Meine Mutter war lange Jahre mit meiner Oma, ihrer Schwiegermutter, zerstritten, weil Oma sich irgendwann einmal zu einer unbedachten Äußerung über die Qualitäten ihrer Schwiegertöchter hat hinreißen lassen und meine Mutter bei dieser Beurteilung angeblich nicht sehr gut weggekommen war. Das ging so weit, dass Mutter, wenn sie mit meinem Bruder und mir im Stadtbus fuhr, dann, wenn meine Oma zustieg, uns bei der Hand nahm und den Bus verließ, um auf den nächsten zu warten. Wenn Oma Geburtstag hatte oder an anderen hohen Feiertagen, wie Weihnachten oder Ostern, an denen ein Besuch bei ihr Pflicht war, ist mein Vater mit uns zu ihr gegangen. Sie hat nur ein paar Straßen weiter gewohnt. Tolle Termine, wie man sich denken kann, vor allem, weil Oma sich einen „Spaß“ daraus gemacht hat, uns immerzu zu fragen, warum Mutter nicht mitgekommen war.
Fast zehn Jahre hat meine Mutter diese Strategie durchgehalten. Erst am Totenbett meines Großvaters haben sich beide wieder versöhnt. Oma bestand darauf, sie habe es damals nicht so gemeint. Mutter bestand darauf, doch, genau so habe sie es gemeint. Daraufhin gaben sie sich unter Aufbietung angestrengtester Freundlichkeit die Hand, während im Nebenzimmer Opa seine letzten Atemzüge tat.

+++++++++

A church house gin house, a school house outhouse.
On highway number nineteen, the people keep the city clean.
They call it Nutbush, oh Nutbush. They call it Nutbush city limits.

Als sich Tina noch von Ike verprügeln ließ und Mick eine gewisse Angie anschmachtete, interessierte ich mich erstmalig für englischsprachiges Liedgut. Es war höchste Zeit dafür, denn meine Kumpel waren diesbezüglich schon wesentlich weiter als ich. Ich war bis dahin von Arrividerci Hans und Heinz The Bembel Schenk konditioniert. Natürlich war Ilja Richter nicht besser als Heinz Schenk, aber im Unterschied zum Blauen Bock brachte Ilja – Licht aus – WOM – Spot an – YEAH – die neuesten Hits in seiner Disco, wenn auch meist unter Einsatz stümperhaftestem Playbacks und dümmlichster Gags.

Die Hitparade in Bayern hieß Schlager der Woche und wurde jeden Freitag-Abend in Bayern 3 ausgestrahlt. Damals mit Titeln wie Dan the Banjo Man von Dan the Banjo Man: ein unsäglicher Clown, der gar nicht auf einem Banjo, sondern auf einer Dobro-Gitarre spielte, aber das bemerkte ich erst Jahrzehnte später, als ich mich für Gitarren jeder Art interessierte.

Nach ausgiebigem Bravo-Selbststudium und zahlreichen Kassetten-Mitschnitten der Musiksendung Zündfunk war ich schließlich auf dem Kenntnisstand meiner beiden Freunde Michael und Alex. Und als sich Jörg noch dazu gesellte, der sich nach einem Umzug aus der Wohnung ein paar Straßen weiter an meine Fersen geheftet hatte und der sich partout nicht abwimmeln ließ, waren wir mit vier Jungs genug, um unsere Stars, die Band The Sweet zu covern.

Nein, wir spielten nicht auf echten Instrumenten. Ich nahm zwar damals schon Gitarrenunterricht, aber Ballroom Blitz auf einer Höfner Wandergitarre ging natürlich gar nicht. Außerdem war ich Mick Tucker der Schlagzeuger. Ein paar Kochlöffel und ein unsichtbares Schlagzeug waren mein Instrument. Jörg und Alex mimten Gitarrist Andy Scott und Bassist Steve Priest und traktierten die Tennisschläger von Michaels Eltern. Michael sang in eine Dose Deospray und war von Stund an Sänger Brian Connolly.
Are you ready, Steve? Aha. Andy? Yeah! Mick? OK. Alright, fellas, let’s go!
Und Nein, wie hatten keine Glitzeranzüge und Plateaustiefel an, aber unser Playback war tausend Mal professioneller als das in Iljas Disco!

+++++++++

Mit Michael und Alex verbrachte ich zu Hauptschulzeiten einige Ferienwochen im Wochenendhaus von Michaels Eltern. Das Haus war eigentlich ein besseres Gartenhaus, lag relativ einsam an einem Hang abseits eines Dorfes und war mit dem Fahrrad gut eineinhalb Stunden – und damit weit genug – von der Wohnung unserer Eltern entfernt. Wir blieben meistens eine Woche, manchmal zwei. Um die Erlaubnis für eine Aufenthaltsverlängerung einzuholen, mussten wir zum Telefonieren ins Dorf radeln. Ich hoffte immer inständig, dass mein Vater am Telefon war. Der genehmigte solche Anträge stets ohne großes blabla mit Worten wie ist schon in Ordnung Junge, viel Spaß, während ich mit meiner Mutter immer diskutieren musste, weil sie Alkohol und Drogen vermutete. Natürlich waren wir brav, tranken lediglich jede Menge Bier und rauchten ausschließlich Marlboro und Peter Stuyvesant.

Wenn wir ankamen, gruben wir erst einmal in der Nähe der einzigen Hecke ein Loch, nagelten uns aus zwei Pflöcken und einer Latte einen Donnerbalken zusammen und rammten ihn vor dem Loch in den Boden, denn ein Klo gab es in dieser gottverlassenen Gegend weit und breit nicht. Gepinkelt wurde in die Hecke und gekackt ins Loch. Michaels Mutter besuchte uns alle paar Tage und versorgte und mit dem Nötigsten. Sie war eine hübsche Mittdreißigerin, die ihren VW-Käfer wie Strietzel Stuck fuhr, so dass ich nach solchen Fahrten immer äußerst genervt in den Käfer zu meinem Vater stieg, weil der nicht vom Fleck kam.

An Bier zu kommen war in der damaligen Zeit kein Problem, weil an Tankstellen oder vor Getränkemärkten immer einer herumlungerte, der die notwendige Volljährigkeit vorweisen konnte und für ein, zwei Flaschen Bier „Entlohnung“ einen ganzen Kasten anschleppte, den wir dann auf drei Rucksäcke verteilt zur Hütte karrten. Dort kam der Vorrat durch eine im Boden versteckte Luke in den Keller und war hinter muffigen Kartoffelsäcken, die aus alten Tagen zuhauf herumlagen, gut vor den Blicken eventueller Schnüffler versteckt.

Unsere Haupttätigkeit bestand darin, Tischtennis, Fußball und Karten zu spielen, Musik zu hören, Weitpinkelwettbewerbe zu veranstalten und auf einem nahegelegenen Übungsgelände der Bundeswehr in alten Panzern herumzuklettern. Strom und fließend Wasser gab es nicht. Gekocht haben wir auf einem Gasherd und gewaschen haben wir uns – wenn überhaupt – in einer Regentonne. Nur zum Schluss, am Abreisetag, haben wir unsere vom Nikotin gelb gefärbten Zeige- und Ringfinger mit viel Seife gesäubert und vorher die abgenutzten Spielkarten einzeln in einer bewegenden Trauerzeremonie in unsere Scheißegrube neben der Hecke geworfen, bevor wir diese wieder mit Erde zugeschüttet haben. The people keep the city clean.

+++++++++

Lehrer Krause hieß nicht nur so, wie man sich einen Lehrer aus einer Geschichte von Wilhelm Busch vorstellt, er sah auch so aus: Toupierte Haare, Nickelbrille, dunkler Anzug mit etwas zu kurz geratenen Hosen.
„Ich lese heute aus dem wunderbar geschriebenen und von der Kritik hochgelobten Roman Wenn Herzen Trauer tragen, der als Fortsetzungsroman in unserer Tageszeitung abgedruckt ist. Lauschen Sie bitte ergriffen“, sagte Lehrer Krause, nahm die aktuelle Ausgabe der Tageszeitung zur Hand und las:
Traurig sah Larissa zu, wie ihr Mann Koffer für Koffer in der schweren Limousine verstaute, und die Regentropfen, die ihr ins Gesicht fielen, vermischten sich mit ihren Tränen. Nun war er also da, der Moment, vor dem sie sich jahrelang gefürchtet hatte: Nach endlosen Affären, nach denen Wiegald stets reumütig zu Frau und Kind nach Hause gekommen war, hatte er nun eine Frau gefunden, mit der er leben wollte – und ging für immer …

In dem Stil ging es weiter, bis Lehrer Krause nach gut zehn Minuten die Zeitung beiseite legte, seine Brille abnahm und amüsiert in unsere halberwachsenen Gesichter blickte. Die meisten von uns hatten bis dahin außer Karl May und der Bedienungsanleitung für die Neckermann-Stereoanlage noch nichts ernsthaftes gelesen und ich gestehe, ich wusste nicht genau, ob es Krause mit „wunderbar geschrieben“ und „von der Kritik hochgelobt“ ernst gemeint hatte.
Erst als Krause mit Stilmitteln wie Primitivität, Banalität, Preziosität in Wortwahl und Satzbau, Häufung von Adjektiven, Superlativen und Diminutiven, stereotype Wendungen, Klischees, geringere Variation bei Inhaltswörtern daher kam und mehrfach das Wort „Trivialliteratur“ in den Mund nahm, schwante mir, dass es sich bei Wenn Herzen Trauer tragen nicht um echte Literatur handeln konnte.

Ich grübelte die nächsten Tage darüber nach, was denn echte Literatur sein könnte. Krause gab mit Böll, Lenz und Hesse zwar ein paar Beispiele, die mir eine ungefähre Ahnung vermittelten, aber irgendwie waren mir das Geschreibsel dieser Knilche zu politisch korrekt, zu moralinsauer, zu verstaubt. Ich wollte etwas wildes, neues, einzigartiges, das weit weg war von Blutsbrüderschaft, Selbstfindung und Political Correctness. Ich erinnerte mich, dass meine Eltern ein Exemplar der Blechtrommel von Günter Grass besaßen, gekauft beim Bertelsmann Buchclub, einer Einrichtung ohne die es in vielen bundesdeutschen Nachkriegshaushalten wahrscheinlich kaum ein vernünftiges Buch gegeben hätte. Ich hatte ein vage Vorstellung davon, worum es in diesem Buch ging und ich habe es daraufhin in wenigen Tagen durchgelesen. Nein, ich habe es gefressen. Ich hatte, wie man so schön sagt, ein Erweckungserlebnis. Dank Krauses abschreckendem Beispiel und einem Werk moderner Weltliteratur, das sich in die Eicherustikalschrankwand meiner Eltern verirrt hatte, wusste ich endlich, was Literatur war. Ich war ein Erleuchteter, ein Erweckter, ein Literaturkenner. Nie mehr Simmel, nie mehr Konsalik, nie mehr Karl May. Franz Kafka wartete auf mich. In einem Schloss!

+++++++++

Es war die Zeit der Schüler- und Studentenkneipen, die so klangvolle Namen hatten wie Hängematte, Nadelöhr oder Pritscherprackl. Und dann gab es noch eine für damalige Verhältnisse ungewöhnliche Diskothek, in der kein in dieser Zeit üblicher Disco-Mampf gespielt wurde: das Butterfly. In „richtigen“ Diskotheken habe ich mich nie wohlgefühlt. Schlimme Musik, schlechte Luft, kitschige Einrichtung, teure Getränke, doofes Publikum. Im Butterfly war das anders, von der schlechten Luft einmal abgesehen. Die Einrichtung ähnelte der einer Speisegaststätte mit gut bürgerlicher Küche, die Preise waren moderat und hier trafen sich ab 23:00 Uhr die richtigen Leute, nämlich all diejenigen, die vorher in der Hängematte, im Nadelöhr oder im Pritscherprackl abgehangen sind. Hier legte einer auf, der fast keine Zähne mehr im Mund hatte und sich hautpsächlich von Congac ernährte. Meine Favoriten waren Eric Claptons Live-Fassung von Cocaine, Molly Hatchets Dreams I’ll never see, The Faith Healer von The Sensational Alex Harvey Band, die Live-Fassung von Carolyn Maas‘ Sittin‘ in the Dark und der absolute Hammer: Why did you do it von Stretch. Wenn eins dieser Stücke gespielt wurden, gab’s für mich kein Halten.

Ich war damals in der Diskutieren-um-jeden-Preis-und-an-jedem-Ort-der-Welt-Phase. So auch an einem jener Wochenenden, an dem ein samstäglicher Besuch im Butterfly Pflicht war. Ich wollte meinem Kumpel Klaus unbedingt an meinen metaphysichen Schlussfolgerungen teilhaben lassen und von ihm bestätigt wissen, dass der Mensch nicht in der Lage ist, den Anfang aller Anfänge zu denken und somit das Gedankenkonstrukt „Gott“ oder „Schöpfer“ ad absurdum geführt ist. Denn selbst ein Gott konnte nicht ewig bestehen, sondern musste irgendwann einmal einen Anfang, einen Ursprung, eine Art Geburt gehabt haben. Aber was war vor ihm, wer war der Vater von Gott und wer war dessen Vater?
Urknall gab’s in den 70er Jahren noch nicht. Und selbst wenn, hätte ich sofort die freche Frage gestellt: wer hat ihn gezündet? ALSO: Der Anfang aller Dinge – so meine steile These, damals in der Diskothek Butterfly – ist und bleibt für den Menschen ein unerklärliches Mysterium und somit für ihn undenkbar – aus, Ende, basta.
Klaus und ich haben die halbe Nacht diskutiert. Wir haben uns so richtig die Köpfe heiß geredet und als wir schließlich beide einen Knoten im Gehirn hatten, haben wir gemerkt, dass die Musik im Butterfly an diesem Abend eher mau war. Also haben wir dem Discjockey, der schon ordentlich angeschlagen war, weil andere die gleiche Idee hatten, ein paar Cognac ausgegeben, damit er wieder ordentlich aufgelegt.
Sittin‘ in the Dark kam in dieser Nacht besonders gut.

Fortsetzung demnächst in der Kategorie AxeAgeRetro.

13 thoughts on “AxeAgeRetro – die 70er Jahre

  1. cw sagt:

    Wieder ein sehr schöner Text, mein Lieber! Ich habe den wilden Axel direkt vor Augen.

    Wenn ich so alt wäre wie Du und im Frankenland aufgewachsen wäre, hätten wir uns eigentlich damals gemocht?

    Ich hätte eine Antwort. (Hoffentlich fragt er mich.)

  2. axeage sagt:

    @cw
    Nachdem es die Pet Shop Boy noch nicht gab, könnte ich mir das schon vorstellen. Ich fürchte allerdings, Du würdest nicht zur Sweet-Fraktion, sondern zu den Fans der Bay City Rollers gehört haben. Da wär’s aber dann richtig schwierig geworden mit uns beiden.

  3. axeage sagt:

    Übrigens:
    Was die 70er Jahre auch waren, nämlich ab und zu ziemlich dunkel, steht beim Andy Glumm in der Blog-Nachbarschaft.

  4. cw sagt:

    Deine Frage…

  5. axeage sagt:

    … und was meinst Du – hätten wir uns gemocht?

  6. wildgans sagt:

    Jetzt werde ich die ganze Nacht weinen!
    Du hast Böll, Lenz und Hesse als Knilche bezeichnet. Nä- oder!!!
    Sein wehes Bein wird überschwemmt….er wird böse auf dich sein.
    Und wer ist Mick Tucker?
    Gute Nacht.
    Sonja

  7. cw sagt:

    @axeage: Zieh mal Deine Antwort zurück, bitte. Ich finde meine Antwort auf einmal nicht mehr witzig.

    (Meine Antwort wäre: „Mögen wir uns denn heute?“ Aber Du hast mit Deinem langen Zögern alles kaputt gemacht.)

    Auf Hesse lasse ich übrigens auch nix kommen.

  8. cw sagt:

    Deine Frage sollste natürlich zurückziehen. Herrgott, ist das alles kompliziert, wenn man schon spanisch denkt und träumt.

  9. axeage sagt:

    @cw
    Langes Zögern: alles Kalkül!

    @wildgans
    Ich habe sie ja alle gelesen. Alle (und fast alles)!
    Aber irgendwie waren die so unsexy, so nachpupertär, so … ach ich weiß auch nicht wie.
    Bei Grass ging es richtig zur Sache: Brausepulver aus dem Bauchnabel der Angebeten schlürfen, sich vornehmen, das Wachstum einzustellen, mit einer Blechtrommel die Nazis aus dem Marschtritt bringen – das hat Axel gefallen.

    Gute Besserung an den Überschwemmten. Sag‘ ihm, ich schicke ihm die neuesten Känguru-Geschichten, sobald sie erschienen sind. Das wird ihn trösten.

  10. wildgans sagt:

    Booah, Axel, echt, die nächsten Känguru-Geschichten…Klasse!
    Noch mal meine Frage: Wer ist Mick Tucker, will nicht googlen, will`s von dir wissen!?

  11. axeage sagt:

    @wildgans
    Ich glaube, liebste Sonia, Du liest manchmal etwas nachlässig.
    Die Mitglieder unserer Lieblingsband The Sweet aus den 70er Jahren waren Brian Connolly (Gesang), Steve Priest (Bass), Andy Scott (Gitarre) und MICK TUCKER (Schlagzeug).
    Und MICK TUCKER war ICH ICH ICH !!!!
    Heute abend oder morgen gibt’s dazu ein Posting.

    Weiterführende Literatur findest Du hier.

  12. […] AxeAgeRetro – die 70er Jahre […]

  13. […] Die 70er Jahre […]

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