Alte Guttenbergschule

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28.03.2011 von axeage

… Die Regierung gehe davon aus, dass die Kernschmelze lediglich vorübergehend sei …

Quelle: FAZ.NET

11 thoughts on “Alte Guttenbergschule

  1. wildgans sagt:

    Ein Rätsel kann kaum größer sein…

  2. axeage sagt:

    @wildgans
    Ich betone: vorübergehend.

  3. iris sagt:

    Die Erde wird irgendwann auch nur vorübergehend untergehen…

  4. rebis sagt:

    Oder so – hab das irgendwo gelesen:
    Vorübergehende Kernschmelze ist etwa das gleiche, als hätte das Kondom vorübergehend ein Loch gehabt😦

  5. iris sagt:

    Schwangerschaften kann man abbrechen, Kernschmelzen und die damit verbundene Verseuchung der Erde,offenbar nicht😦

  6. axeage sagt:

    Ganz zu schweigen von Doktortiteln. Die kann man seit neuestem zurückgeben.

    Neulich hat einer gesagt: Tschernobyl und Fukushima seien nicht vergleichbar. Dem Mann muss man inzwischen uneingeschränkt recht geben, auch wenn er dies zu dem Zeitpunkt, an dem er das gesagt hatte, wohl ganz anders meinte.
    Fukushima wird um Klassen schlimmer als Tschernobyl. Mega-Gau oder Hyper-Gau trifft’s wohl am ehesten.

  7. rebis sagt:

    Ich glaube nicht, dass dieser Vergleich – wer immer ihn auch schrieb – auch nur ein Quäntchen Verharmlosung enthalten sollte. Wollte lediglich aussagen: Egal ob ich das Loch wieder schließen kann – in Kondom oder Reaktorhülle – die Wirkung ist eingetreten. Irreversibel.
    (Wie bei AIDS. Und ob ne Schwangerschaft durch Abbruch „revidiert“ werden kann, frage man am besten die Frauen, die von einer solchen Entscheidung ein mentales lebenslanges Trauma mit sich tragen … Aber darum gings nicht.)
    Und: Die Erde überlebt das. In mehreren hundertausenden oder Millionen oder Milliarden Jahren, wenn ein Großteil unseres Schmutzes zerfallen ist, könnte sich da in aller Ruhe wieder Leben entwickeln. Aber ob’s die Menschheit bis dahin schafft😦

  8. axeage sagt:

    Ich glaube nicht, dass dieser Vergleich – wer immer ihn auch schrieb – auch nur ein Quäntchen Verharmlosung enthalten sollte.

    Na, ich weiß nicht. Dieser Schmierfink von der „Achse des Guten“ schrieb am 12.03.2011:

    Im Moment haben die japanischen Experten die Lage wohl halbwegs unter Kontrolle. Ich will mir nicht vorstellen, wie eine solche Katastrophe in Russland gehandhabt würde. (Von wo aus wir unseren Atomstrom beziehen werden, falls Deutschland aus der Kernkraft aussteigen und nicht massenhaft Kohle- und Gaskraftwerke bauen will.)

    Ich sehe grade die vierte oder fünfte Tschernobyl-Doku am heutigen Tage. Die Medien können die bisher ausbleibende Kernschmelze offensichtlich nicht erwarten. Dass Tschernobyl ein komplett anderer Reaktortyp ist als der in Fukushima (weshalb die Experten von Stratfor das Szenario eher mit Three Miles Island als mit Tschernobly vergleichen), geschenkt.

    Dein Aids-, Kondom-, Reaktorhüllenvergleich erschließt sich mir ehrlich gesagt nicht.

  9. Oh ja, jede Schmelze geht vorüber, wie zum Beispiel die Schneeschmelze, wenn aller Schnee geschmolzen ist. Und die Kernschmelze ist auch immer vorübergehend: nämlich dann ist sie vorüber, wenn der Kern ganz geschmolzen ist und alles verseucht hat und Dampf- oder Wasserstoff-Explosionen die Schmelze, Trümmer, Reaktorteile und Staub in die weite Umgebung verteilt haben. — Ich stelle fest, dass ich von Kernphysik keine Ahnung habe.
    Tatsache ist jedenfalls: Die Kernschmelze findet statt und es gibt keinen Hinweis darauf, dass sie beendet ist.
    Und alles ist sowieso grundsätzlich vorübergehend, sogar das eigene Leben.
    LG von Rosie

  10. rebis sagt:

    Na, der Vergleich bezieht sich auf den Zynismus, der in der Beruhigung oder Tröstung steckt: „Es war ja NUR vorübergehend.“
    Selbst wenn die Kernschmelze nur teilweise und vorübergehend war – niemand, auch kein Experte weiß es, keiner kann reinschauen, keiner konnte oder kann diese Prozesse simulieren – dann wäre es nicht bemerkt worden, wenn nicht durch die stark erhöhten Messwerte auf ein Leck in einem Teil der Sicherhaltsbehälter geschlossen werden könnte.
    Und folglich ist es zynisch zu sagen, die Schmelze war ja NUR vorübergehend: Das Leck scheint nunmal da zu sein, und das bleibt für lange lange offen, und durch dieses kann noch vieles nach außen dringen.
    Ebenso zynisch – nur eben in kleinerem Maßstab – ist es doch, wenn ich mir durch ein Loch im Kondom AIDS oder eine Schwangerschaft geholt hätte, und der Kondomhersteller versuchte mich damit zu beruhigen, dass dieses Loch doch nur vorübergehend war und sich danach auf wundersame Weise wieder geschlossen habe – wäre doch also nicht so schlimm. DAS wäre zynisch. Die fatale Wirkung ist nunmal eingetreten. Und wird durch Schließen des Loches / Erstarren = Stoppen der Schmelze nicht mehr rückgängig gemacht.
    So war der Vergleich gemeint. Oder so habe ich ihn gelesen.

    Naja, ist ja auch nicht so wichtig, was und ob der „Autor“ damit sagen wollte – war in einem der Kommentare auf tagesschau.de.
    Diese Webseite, die Du angeführt hast, dort tummeln sich ja in der Tat merkwürdige Schreibgestalten. Mir ist aber meine persönliche Energie und die meines Computers zu schade, mich dort tiefer hineinzulesen – das lohnt nicht.

    Übrigens:
    Die Kernschmelze selbst kann sehr wohl partiell (nur ein Teil der Brennelemente schmilzt) als auch vorübergehend sein – d.h. die verflüssigten Stoffe werden von außen wieder auf unter 2000 Grad hinuntergekühlt, oder kühlen sich dadurch ab, dass sie sich verteilen. So wie flüssiges Kerzenwachs – verspritzt man es auf dem Tisch – ja auch schneller wieder fest wird.
    Das Schmelzen wird erst dadurch fatal, dass der Prozess dann in der Regel unkontrollierbar, nicht mehr steuerbar ist und es zu einer Explosion im Reaktorkern kommen kann. Bisher ist wenigstens das – GsD – nicht passiert.
    Schicksalsträchtig ist aber auch, wenn die dicken Behälter am Boden, wo sich das geschmolzene Material sammelt, von innen nach außen durchschmelzen. In einem der Blöcke vermutet man ein solches Leck am inneren Behälter. Und das bleibt dort eben für lange lange, selbst wenn kein neues mehr hinzukommt.

    All diese Infos sind von hier herausgezogen, soweit ich das verstehe: http://www.biu-hannover.de/atom/unsicher/teil2.htm#14 und http://www.grs.de/informationen-zur-lage-den-japanischen-kernkraftwerken-fukushima-onagawa-und-tokai
    Bin auch keine Expertin für Kernphysik, aber immerhin Physikerin🙂
    LG von Uta

  11. axeage sagt:

    Huuuuuu, jetzt hab‘ ich’s aber mit dem ganz großen Löffel bekommen.
    Mein Dank gilt den Damen Rosie und Uta.

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