Teppanyaki

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03.05.2010 von axeage

Ich bin, was Essen im allgemeinen und exotisches Essen im besonderen betrifft, ziemlich verwöhnt, betreibt doch die Liebste einen Koch- und Partyservice, der nicht nur die obligatorische Wurst- und Käseplatte im Programm hat, sondern auch schon mal für hundert Hochzeitsgäste ein internationales Buffet auf die Beine stellt.

Japanisches Essen im allgemeinen und Teppanyaki im besonderen allerdings fehlte noch in der Liebsten und meiner Sammlung kulinarischer Erfahrungen und so traf es sich ganz hervorragend, dass uns ein befreundetes Ehepaar am vergangenen Wochenende nach Nürnberg ins Ishihara eingeladen hatte, weil die Liebste nicht Willens war, sich für Ihre Partyservicedienste entlohnen zu lassen, die besagtes Ehepaar vor ein paar Monaten in Anspruch genommen hatte.

Der Preis spielte also keine Rolle und so konnten wir ordentlich aus dem Vollen schöpfen und weil ich doch hin und wieder gerne mal Sushi esse, entschied ich mich für ein Menü, bei dem der zweite Gang aus einer mehr als reichhaltigen Portion jener reishaltigen Kleinstmahlzeiten bestand. Zartes Fischfilet, dezent gesäuerter Reis, gaumenkitzelnder Wasabi, und gaumenschmeichelndes Zartgemüse, vereinigten sich zu einer außergewöhnlich köstlichen Geschmackskombination, die mit dem, was hinlänglich in asiatischen Restaurants oder an fernöstlichen Marktständen unter dem Begriff Sushi firmiert, in keiner Weise vergleichbar ist.

Teppanyaki - Das Auge isst mit

Aber Teppanyaki ist ja nicht nur etwas für den Gaumen, sondern auch und vor allem etwas für’s Auge. Es ist schon eine Freude, den Köchen dabei zuzusehen, wie sie Messer, Gabel und Kelle schwingend die Speisen direkt vor einem auf der heißen Stahlplatte zubereiten, dabei allerlei Späße  und Kunststücke machen, wobei unser Koch im Gegensatz zu demjenigen am Tisch hinter uns, nicht gerade zu den Tappanyaki-Scherzbolden gehörte, sondern im Gegenteil, immer einen etwas kritisch-vorwurfsvollen Blick auf seinen Kollegen warf, wenn dieser wieder einmal den gesamten Nachbartisch zum grölen brachte.

Ich gestehe, mir war das ganz recht. Die Hingabe und Souveränität, die unser Koch an den Tag legte, reichte vollkommen aus, diesen Abend zu etwas besonderem werden zu lassen und der Liebsten konnte ich richtig ansehen, wie in ihrem Kopf bereits Gedanken kreisten, die sich mit der Anschaffung einer mobilen Teppanyaki-Kocheinheit beschäftigten, um diese spektakuläre Zubereitungsart demnächst vor Ort bei Freunden und potenziellen Kunden zu zelebrieren. Könnte ich mir durchaus vorstellen, dass so etwas funktioniert.

Jedenfalls haben wir nach gut zweieinhalb Stunden wohl genährt und um eine Attraktion und Lebenserfahrung reicher, das gut besuchte Lokal verlassen und ich bin mir ziemlich sicher, dass dieser exotische Abend der nicht der letzte seiner Art gewesen sein wird.

6 thoughts on “Teppanyaki

  1. Emily sagt:

    Wir essen das super gern. Nicht häufig, denn wir machen es zu einem persönlichen Happening. Etwas, was wir uns dann und wann gönnen. Jedenfalls immer sensationell!!

  2. hardy sagt:

    …wie ich ja bereits vor geraumer Zeit erwähnte könnt ich jeden Tag diese kleinen asiatischen Schweinereien zu mir nehmen, was den Geldbeutel natürlich nicht immer sehr erfreut…Wichtig ist,hier besonders auf die Qualität zu achten;was einem in vielen Etablissements als „Sushi“serviert wird spottet oft jeder Beschreibung. Mein Favorit ist und bleibt das „Kyoto“in Dortmund,ich glaube hier arbeiten die coolsten Sushi-Metzger unter der Sonne…

  3. axeage sagt:

    @Emily
    Also wir waren auch hin und weg und werden einen solchen Abend sicher auch ab und zu als persönliches Happening inszenieren.

    @hardy
    Ich beglückwünsche Dich zum insgesamt 1.000 Kommentar bei AxeAge. Du hast eine Kiste Wolfhöher Bier gewonnen, die wir bei Deinem nächsten Besuch leeren werden.

  4. hardy sagt:

    Oha! Da bin ich aber stolz! Im übrigen bekommt man beim Gewinn einer Kiste Wolfshöher Bier automatisch eine Kiste „Moritz Fiege Gründer“ geschenkt.
    Hat sich irgendwann mal so eingebürgert … klingt komisch – is‘ aber so! (um es mal mit der Maus zu sagen).
    Sind ja nur noch knapp 3 Wochen bis zum Wiedersehen!
    Großartig!
    Gruß H.

  5. Westrup sagt:

    Von jetzt an werde ich die Kommentare zählen und beim 2000sten schlage ich zu. Oder gibt’s bei Einsfünf schon wat?

  6. axeage sagt:

    @Westrup
    Bei 1111 gibt’s was.

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