The Boys are back in Town

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13.11.2008 von axeage

Menschenskind, wie die Zeit vergeht. Eine Woche ist es schon wieder her, dass in Vischers Kulturladen im Rahmen der allmonatlich einmal stattfindenden Bluesjam-Session The Smokehouse Jacks ein Konzert gegeben haben. Man ist versucht zu sagen, die guten alten Smokehouse Jacks, denn Jack Moonshine (Ted Hertle), Jack Lafayette (Hannes Bernklau) und Jack Shark (Rüdiger Schaack) spielten so locker und lässig auf, als würden sie das schon Jahre miteinander tun, tatsächlich aber sind sie als Formation erst ein paar Monate zusammen.
Aber man merkt den Jacks an, dass sie schon länger Musik machen – Hertle früher bei der Band A Cup of Moonshine und Bernklau seit Jahren bei The Rockin‘ Lafayettes. Die musikalische Vergangenheit von Jack Shark liegt als „Zugereister“ zwar ein wenig im Dunkeln, nichtsdestoweniger spielt er hinreißend Contrabass und schnalzt dabei die Saiten so rhythmisch, als würde ein vierter Jack im Hintergrund Schlagzeug spielen.

The Smokehouse Jacks
The Smokehouse Jacks bei Vischers Blues Jam

Und so starteten die Jacks gleich vielversprechend durch, mit einer wilden Mischung aus Rockabilly, Hillbilly, Bluegrass und Rock & Roll. Das Equipment war alt (heutzutage sagt man natürlich vintage), die Mikrofone silbern und riesig und die Stimmung gut. Hertle und Bernklau wechselten sich beim Gesang ab und für zwei Songs kletterte eine junge Sängerin auf die Bühne und heizte die Stimmung im gut besuchten (Kultur)Laden zusätzlich an.

Vom wechselnden Gesang abgesehen war die Arbeitsteilung in der Combo klar: Jack Lafayette spielte die Leadgitarre, mit der er keinen noch so ausgeklügelten Rock & Roll Riff ausließ. Uhrwerkgleich schlug Jack Moonshine dazu die Dobro an und Jack Shark folgte ihm mit seiner faszinierenden Art, den Bass zu zupfen auf dem Fuß. Auch die Bluesharp durfte natürlich nicht fehlen. Sowohl Hertle, als auch Bernklau sind in der Lage, diese authentisch zu spielen. Das ging ins Blut und ins Bein, wenngleich sich (leider) niemand getraute, dem so beschwingten Beine ein Tänzchen auf der durchaus vorhandenen Tanzfläche zu gönnen. Ach ja, man wird alt.

Als zum Schluss die Jacks einen typisch österreichischen Song von Elvis spielten (Sisi Ryder), fanden sich im Publikum immerhin ein paar inspirierte Mitsänger. Nicht umsonst gilt in Musikerkreisen Vischers Kulturladen zumindest an zwei Donnerstagen im Monat als zweites Wohnzimmer (nächste Woche ist wieder Jam-Session und ich könnte mir vorstellen, den einen oder anderen Jack dann erneut auf der Bühne zu sehen).
Vischers Blues JamMich hat jedenfalls gefreut, dass Ted Hertle nach der Auflösung von A Cup of Moonshine mit Lafayette und Shark zwei Musiker gefunden hat, die mit sehr viel Herzblut und Spielfreude Musik machen. Ob das der Grund war, warum mir für den Rest der Nacht der alte Song von Thin Lizzy The Boys are back in Town nicht mehr aus dem Kopf ging?

Mehr Bilder vom Gig gibt es beim Klick auf das Vischers-Bildchen.

Dieser Artikel erschien am 13. November 2008 auch bei den
musikspionen.

3 thoughts on “The Boys are back in Town

  1. Herzlichen Dank für die schönen Blumen und auf baldiges wiederrrocken. Jack

  2. Ralph 2.0 sagt:

    Hi there, schön zu wissen, daß ich nicht der einzige bin, bei dem dieser Abend in die persönliche Geschichte eingehen wird. Ralph (President FanClub Lafayettes)

  3. Blogchef sagt:

    Ach, ja. Nürnberg is nur n büschen sehr zu südlich von hier wech!

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