Was wäre, wenn …

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25.09.2008 von axeage

Heute morgen musste ich (bei eigentlich mopeduntauglichen Temperaturen) mit dem Moped in die 70 Kilometer entfernte Werkstatt fahren, weil diverse Mängel die Garantie- und Gewährleistungszusagen des Händlers bemühten, bei dem ich die Maschine vor kurzem gekauft habe.
Es war regnerisch, es war kalt, es war absolut kein Mopedwetter und doch hatte ich den Eindruck, ein große Reise anzutreten.
Ich kam mir vor, wie einer, der Moped fahren muss, nicht weil schönes Wetter ist oder wohlige Temperaturen herrschen, sondern weil er weiter kommen will, weil er ein fernes Ziel hat, weil es ihn in die Welt drängt.

Ich habe mir vorgestellt, wie es wohl wäre, würde ich jetzt nicht in der oberpfälzischen Kleinstadt anhalten und die Werkstatt aufsuchen, sondern weiter über die nahegelegene Grenze nach Tschechien fahren, dann über die nächste Grenze in die Slowakei, weiter in die Ukraine bis zum Schwarzen Meer nach Odessa. Ohne Gepäck, nur mit Moped, Scheckkarte und dem Duft der großen weiten Welt in der Nase. Ja, ich habe sogar kurz mit dem Gedanken gespielt, das Rauchen wieder anzufangen.

Der Duft der großen weiten Welt

Ich Feigling habe natürlich nur eine Grenze überquert, die allerdings zwei Mal: die Grenze zur Oberpfalz. Mit dem Moped hin, mit dem Zug zurück.

Ach, wenn ich doch eher gewusst hätte, dass in Odessa meine Hilfe benötigt wird!

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2 Kommentare zu “Was wäre, wenn …

  1. Ich hatte schon das Bett bezogen für Dich, lieber Axel, zwei Handtücher für oben und unten rausgelegt, schönes ukrainisches Bier kaltgestellt und vor den Nachbarn angegeben: „Gleich kommt ein Musiker aus Deutschland. Er ist sehr berühmt. Stört ihn nicht. Er will sich hier erholen, in Deutschland muss er ständig Autogramme geben. Ich bin sein Manager.“

    Gut, dass Du nicht gefahren bist, lieber Axel. Zigaretten der Marke Stuywesant habe ich in Odessa noch nie gesehen. Viele Männer rauchen so ein Kraut, das umgerechnet 40 Cent kostet (Schachtel), die meisten Damen lange und weiße Tussizigaretten. Dann sehen sie von weitem aus, als würden sie sich ein Ohrstäbchen anstecken.

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