Tage wie diese

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25.04.2008 von axeage

Wenn der April ins Land zieht, vor allem, wenn er es so tut, wie in diesem Jahr, mit ständig wechselndem Wetter, bei dem man in der einen Stunde meint, die Welt geht unter und in der nächsten die Sonne so hell scheint, wie sie es vorher noch niemals getan hat, dann kommt mir das immer vor wie der Kampf der Elemente um die Vorherrschaft im noch jungen Jahr. Jetzt wird entschieden, ob es ein wildes, stürmisches und insgesamt dunkles oder ein harmonisches, helles Jahr wird.
Erstaunlich, wie allein das Licht auf die eigene Gemütslage wirkt und man entsprechend positiv gestimmt ist, sobald die Sonne scheint oder es auf die Stimmung drückt, dann, wenn es draußen dunkel und regnerisch ist.

Nächste Woche stehen zwei Gigs an. Beide unter freiem Himmel. Am Mittwoch spielen wir bei der LIVE-MUSIK-NACHT Nachtgieger im Innenhof einer schönen, alten Kneipe. Das wird dann, wenn es warm und trocken ist, bestimmt ein herrlicher Abend, aber sollte es regnen, stelle ich mir das Ganze höchst ungemütlich vor.
Tags drauf gibt es ein Vatertags-Open-Air bei dem wir am Nachmittag (hoffentlich mit Sonnenbrille und T-Shirt) aufspielen. In den letzten Jahren hatten die Veranstalter diesbezüglich ordentlich Pech und es hat nur geschüttet. Jetzt gibt es bereits Überlegungen, bei Dauerregen den Samstag als Veranstaltungstag ins Auge zu fassen. Gefiele mir ehrlich gesagt nicht so ganz gut, weil ich am Samstag eigentlich schon andere Pläne habe.
Sei’s drum, wie es kommt, ist es gut.
Erstaunlich, ein solches Urteil hätte ich noch vor wenigen Jahren niemals zugelassen. Aber die Erfahrung lehrt, dass Ereignisse, auf die man hinplant zu dem Zeitpunkt, an dem sie dann tatsächlich stattfinden eine Eigendynamik entwickeln, die man im Vorfeld sowieso völlig anders eingeschätzt hat.
Meine Oma, die für die meisten Lebenssituationen gern ein Sprichwort parat hatte, hätte in dem Zusammenhang wahrscheinlich gesagt: „Glücklich ist, wer vergisst, was nicht mehr zu ändern ist“.
Naja, ganz so möchte ich meinen Sinneswandel dann doch nicht verstanden wissen. Eher in dem Sinne: „Glücklich ist, wer akzeptiert, wie es schließlich kommen wird“, oder so ähnlich …

Tage wie diese sind jedenfalls lehrreich und heilsam zugleich, weil sie im Kleinen zeigen, was im Großen geschieht: Veränderung und Anpassung entstehen aus Unsicherheit und nicht aus Kalkül. Das Leben ist ein Provisorium, das darf man nicht vergessen.

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