Going Home – Teil 4

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18.04.2008 von axeage

Bis der Joint zu wirken beginnt, sind einige tausend Menschen an den dreien vorbeigezogen. Harry drängt zum Aufbruch. Das Wetter weiß nicht, was es will. Es sind nur noch ein paar hundert Meter bis zum Zaun, der inzwischen fast vollständig niedergetreten ist.
Als die drei endlich auf dem offiziellen Festivalgelände sind, treffen sie tatsächlich auf Max und Stan.
„Wo bleibt ihr Freaks?“, fragt Stan, der kaum noch stehen kann, so benebelt ist er.
„… und Du, Prinzessin. Wie geht’s dem Kleinen“. Er deutet auf Daggys Bauch und kichert.
Daggy ist jetzt, nachdem sie quasi am Ziel sind und der Dope seine Wirkung tut, etwas besser drauf. Sie streichelt zärtlich ihren Bauch und lächelt Stan verträumt an.
„Schläft selig. Wird Zeit, dass er ordentliche Musik zu hören bekommt.“
„… oder Sie. Vielleicht ist wird es ja auch ein Mädchen“, mischt sich John ein und zieht Daggy mit sich. Er mag nicht, wenn sie stoned ist und zu flirten beginnt.

Max, der am Boden hockt und die ganze Zeit von einem zum anderen geblickt hat, fordert Stan und Harry auf, sich zu ihm zu setzen.
„Wir haben schon gar nicht mehr mit Euch gerechnet“, gesteht er und klopft Harry auf die Schultern.
„Das sind bestimmt mehr als eine halbe Millionen Leute hier. Wetten!“
Harry nickt zustimmend und blickt John und Daggy hinterher, die den Weg zum letzten Hügel nehmen. Nach diesem Hügel muss die Bühne bereits zu sehen sein. Die Festivaldurchsagen sind jetzt laut und deutlich zu hören. Immer wieder steuern Hubschrauber das Gelände hinter diesem Hügel an.
Als Harry, Stan und Max sich aufmachen, diesen letzten Hügel zu erklimmen, hat die Pilgermenge Daggy und John bereits verschluckt.
Oben angekommen, sind dann aber doch alle fünf wieder zusammen. Was sie sehen, können sie kaum glauben. Am Fuße des Hügels die Bühne. Davor Menschenmassen. Es sieht aus wie eine halbe Millionen Menschen. Es ist eine Bühne für eine halbe Millionen Menschen. Es sind Lautsprecher- und Beleuchtungstürme für eine halbe Millionen Menschen.
„Mindestens eine halbe Millionen“ schwärmt Max noch einmal. Daggy setzt sich und hat Tränen in den Augen.
„Das haut mich um“, sagt sie und all diejenigen, die in diesem Augenblick die Kuppe des Hügels erreichen, die Bühne, das Gelände und die vielen Menschen zum ersten Mal sehen, haben die gleichen Gedanken: einerseits dieser überwältigende visuelle Eindruck, andererseits Panik, keinen geeigneten Platz zu finden, nicht ordentlich die Bühne zu sehen, nichts oder nur wenig zu hören, oder wenn es regnet, völlig abzusaufen. Das Wetter gibt allen Anlass zu dieser Vermutung. Dunkle Wolken ziehen auf.

… to be continued

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