Mein erster 6-Spur-Mix, aufgenommen und abgemischt mit nagelneuem ZOOM R16 in den berühmten Abbey Road AxeAge Studios.

AxeAge Studios
Mein erster 6-Spur-Mix, aufgenommen und abgemischt mit nagelneuem ZOOM R16 in den berühmten Abbey Road AxeAge Studios.

AxeAge Studios
Einer von den Linken wurde heute morgen in einem Deutschlandfunk-Interview darauf angesprochen, dass der linke Nachwuchs vorgeschlagen habe, den Kabarettisten Georg Schramm als Gegenkandidaten für das Amt des Bundespräsidenten aufzustellen. Nette Idee, wobei ich zu diesem Thema im Mai 2010 bereits andere Gedanken hatte. Wer mag, kann Köhler durch Wulff ersetzen.
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Kerben in der Lederhand – 31.05.2010
Ich hege da ja einen Verdacht, einen, den man wahrscheinlich nur als Beta-Blogger hegen darf. Einen Verdacht, der, würde er von einem ernsthaften Journalisten geäußert, wahrscheinlich ganz schnell dazu führte, dass dieser sofort und für lange Zeit seinen Ruf als ernsthafter Journalist auf’s Spiel setzen würde.
Also, aufgemerkt: Patientensprecher Dombrowski, ihr wisst schon, der mit der Lederhand, hat noch in der letzten Sendung der beliebten Krankenhausserie Neues aus der Anstalt eine kleine Plakatsammlung von all jenen Politikern und Celebrities angelegt, die bereits über die Anstaltsklinge gesprungen sind, als da wären: Pinkwart, Rüttgers, Zumwinkel, die bayerische Dreierbande Stoiber, Huber, Beckstein, Ex-Verteidiger Jung und Prügelbischof Mixa.
Und gerade, als Dombrowski sich anschickte, entsprechende Kerben in seine Lederhand zu ritzen, schielte aus einer Anstaltsecke das extrem schief hängende und reichlich derangierte Bildnis unseres nationalen Grußaugusts Horst Köhler, was Dombrowski zu der Äußerung veranlasste: Den krieg’n wir auch noch.
Ein, zwei Wochen später, die Worte des Patientensprechers waren kaum verklungen, erreichte uns die Nachricht, Dombrowskis Alter Ego, Georg Schramm steige aus der Sendung aus, weil er sich mehr seinem Bühnenprogramm widmen wolle.
Und heute, heute schmeißt auch der Bundesköhler hin.
Da stimmt doch was nicht. Da ist doch was im Busch. Vor ein paar Tagen schwafelt Köhler davon, im Notfall sei auch militärischer Einsatz notwendig, um deutsche Interessen, wie beispielsweise freie Handelswege zu wahren, um in der heutigen Abschiedsrede denjenigen, die sich erdreistet haben, ihn daraufhin zu rügen, mangelnden Respekt vor seinem Amt vorzuwerfen. Geht’s noch?
Nö, nö, ich glaube, Schramm und Köhler planen eine neue Satiresendung, mit einem Konzept ähnlich dem der Anstalt. Arbeitstitel: Schloss Bellevue. Ich stelle mir da so eine große Freitreppe vor, zu deren Füßen wechselnde Gäste Rücktrittsreden halten und die Zuschauer sich maßregeln und Respektlosigkeit vor diversen Ämtern vorwerfen lassen müssen. Roland Koch ist im Gespräch, auch Margot Käßmann.
Die Sendung wird einschlagen wie eine Bombe. Das Duo Lederhand/Sparkassendirektor wird Arzt/Patientensprecher weit in den Schatten stellen. Urban wird weinen. Horst wird brillieren.
So, jetzt ist es raus.
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Tatsache ist übrigens, dass in der letzten Folge von Neues aus der Anstalt das Bild von Christian Wulff an die Anstaltswand gehängt wurde und kaum zwei Wochen später …
Seit gestern besitze ich ein Studio-Mikrofon.
Dieser Song hier ist für die Liebste und ihren Bruder – beide von Geburt an America-Fans!
Wenn im Iran etwas explodiert, denkt man natürlich zuerst und unwillkürlich an die Atombombe, die dort im Schurkenstaat mit Nachdruck gebaut und getestet werden soll. Allerdings gibt es für einen bekennenden und praktizierenden Franken wie mich eine Explosion, die noch viel schlimmer wirkt, als alle Bomben dieser Welt zusammengenommen, nämlich die neulich in der örtlichen Presse thematisierte Preisexplosion auf dem Markt für iranische Schafsdärme.
Dazu muss man wissen, dass der Schafsdarm, der in Fachkreisen der fleisch- und wurstverarbeitenden Industrie auch Saitling genannt wird, ein wesentlicher Bestandteil, um nicht zu sagen unverzichtbares Verpackungsmaterial für das äußerst raffiniert gewürzte, mit internationalen Patentrechten geschützte und vom Präsidenten des 1. FC Bayern München Uli Hoeneß höchstpersönlich in besagten Saitling verpresste Bratwurstgehäck ist, das nach erfolgreicher Befüllung die Original Nürnberger Rostbratwurst ergibt.
Merkwürdig mutet in diesem Zusammenhang an, dass neulich ein Streit darüber entbrannte, ob man eine Original Nürnberger Rostbratwurst auch dann noch als solche bezeichnen darf, wenn das Fleisch nicht aus Nürnberg oder seiner zauberhaft fränkischen Umgebung stammt. Übrigens sehr zum Leidwesen der Nürnberger Bratwurstgastronomie, denn für die enorme Anzahl von Schweinen, die notwendig wäre, um die Heerscharen japanischer-, amerikanischer- und sächsischer Touristen tagtäglich mit Original Nürnberger Rostbratwürsten abzufüttern, müsste ein dichtes Netz hocheffizienter Schweinzuchtanlagen um Nürnberg angelegt werden, was wiederum zur Folge hätte, nahezu sämtliche Neubaugebiete und die halbe Fränkische Schweiz zwangsumzusiedeln.
Zu Ende gedacht, würde das aber natürlich auch bedeuten, die notwendigen Därme ebenfalls einheimischen-, sprich fränkischen-, sprich Nürnberger Schafen zu entnehmen, wollte man nicht in eine eurokratisch abgesegnete Original Nürnberg-Teheran-Mischbratwurst beißen.
Tatsache aber ist, dass der Saitling iranischer Schafe seit Jahrtausenden zu den zartesten und bestgeeigneten Därmen zählt. Übrigens nicht nur bei der Wurstverarbeitung, sondern einseitig verknotet und auf die passende Länge zugeschnitten bis ins 18. Jahrhundert auch zur Empfängnisverhütung.
Nun kann ich mir in diesen globalisierten Zeiten allerdings durchaus vorstellen, die künstliche Verteuerung iranischer Schafsdärme könnte eine Trotzreaktion Teherans auf die internationalen Finanzsanktionen sein, die aufgrund des eingangs erwähnten iranischen Atomprogramms verhängt wurden, frei nach der Devise: kein Geld, kein Darm.
Aber wer weiß, wofür es gut ist. Sollen sich die ollen Perser ihre Saitlinge doch sonst wo hin schieben. Die Pläne für den Schweinegürtel um Nürnberg inklusive begrünter Schweinestalldächer, auf denen dann persische Heidschnucken weiden, liegen doch wahrscheinlich schon längst in den Schubladen der obersten Baubehörden. Und spätestens dann, wenn die EU-Verordnung 13468-II umgesetzt werden muss, nach der Original Nürnberger Rostbratwürste nur noch aus Ingredienzien bestehen dürfen, die in oder um Nürnberg herum erzeugt wurden, werden wir Mahmud Ahmadinedschad dankbar für seine Darm-Reizungen sein.
Im Übrigen könnte ich mir vorstellen, dass die Produktion von Naturdarm-Präservativen im Iran zum Boom-Industriezweig wird. Im Gegensatz zu den Katholiken dürfen die Muslime doch verhüten – oder?
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