Go well, stay well

29.04.2010

Dieser Tage eingetroffen: die neue, handsignierte CD von Eric Bibb, dessen Konzert ich bei den Rother Bluestagen sehr genossen habe.

Eric Bibb - Booker'S Guitar

Leider war die CD damals vergriffen und deshalb bin ich mit Erics Managerin verblieben, dass sie mir ein signiertes Exemplar schicken würde, so ich ihr im Vorfeld eine Mail schicke.
Zwar hat die Bezahlung ein paar Schwierigkeiten gemacht, weil es Bluesmusiker mit analogen Gitarren offensichtlich nicht so mit digitalen Zahlungssystemen, wie PayPal haben, aber zum Glück gibt es ja noch die gute alte Royal Mail und so habe ich das Geld in ein Kuvert gesteckt und nach England geschickt.

Aber nicht nur die Geschichte, wie Axel zu seiner Eric-Bibb-CD kam, sondern auch die, wie es überhaupt zu dieser CD kam ist erzählenswert:

Die Geschichte liest sich wie der Traum eines jeden Gitarristen: Vor ein paar Jahren fand sich Eric Bibb nach dem Konzert in einem Londoner Hotel ein, als er von einem Fan angesprochen wurde, der einen Gitarrenkoffer mit sich trug. In dem Koffer: die originale Resonator Steelbody-Gitarre aus den 30er Jahren, die der Blueslegende Booker T. White (1906-1977) gehörte. Verständlich, dass dies einen besonderen Eindruck auf Bibb machte. Die Begegnung führte zu einem Song, der Song führte zu einem Album, das jetzt mit dem Titel Booker’S Guitar veröffentlicht wird. Auf 14 Eigenkompositionen (plus einem Cover von Blind Willie Johnson) fängt Eric Bibb in seiner unnachahmlichen Weise den Geist des frühen Deltablues ein, und transportiert ihn in das 21. Jahrhundert. Über die Hälfte der Songs wurden mit besagter Gitarre von Booker T. White eingespielt.

Schon bei Beginn der Aufnahmen war mir klar, dass diese CD ein Statement und meine Verbindung zu dem guten alten Deltablues darstellen soll. Den Geist der Musik, die mich jahrelang inspiriert hat, in einem zeitgenössischen Kontext darzubieten, das macht diese Aufnahme für mich so einzigartig.

amazon – CD-Kurzbeschreibung


Unplugged – Martin Grubinger im Nürnberger Opernhaus

26.04.2010

Am vergangenen Donnerstag war der aus Österreich stammende Multi-Percussionist Martin Grubinger zusammen mit seinen Freunden in der Nürnberger Oper zu sehen. Zwar hätte es der vielen Freunde nicht unbedingt bedurft, denn ich bin mir sicher, für Grubinger wäre es kein Problem gewesen, einen solchen Abend auch ganz alleine zu bestreiten, aber nachdem keins der Instrumente durch ein Mikrofon verstärkt war und es natürlich immer eine Freude ist, Percussionisten bei der Arbeit zuzusehen, war es schon gut, dass ihn sein Vater, sein Lehrer Leonhard Schmidinger, seine langjährigen Freunde Wolfgang Auinger und Rainer Futhner und die Herren Barrios und Sanou an den diversesten Trommeln, sowie Per Rundberg am Klavier begleiteten.

Martin Grubinger (rechts), daneben sein Lehrer Leonhard Schmidinger

Apropos diverse Trommeln. Als das Konzert begann, war tatsächlich jeder Winkel der Bühne vollgestellt. Marimbaphon, Drumset, Pauken, Djemben, Cajons, Becken, Gongs, Toms, Bongos, Congas. Alles, was das Herz eines Drummers begehrt, war in allen Ausführungen und nahezu allen Größen vertreten. Die Musiker fanden kaum Platz, zu ihren Instrumenten zu gelangen.
Grubinger, ein hochsympathischer Endzwanziger mit Lausbubengesicht begrüßte nach einem fulminanten Werk im Stile japanischer Yamato-Trommler das vom ersten Moment an begeisterte Publikum und spielte danach auf dem Marimbaphon zusammen mit dem Schweden Per Rundberg eine Rapsodie, die eigentlich für großes Orchester komponiert worden war. Grubinger lobte nach diesem Stück den Pianisten und sagte augenzwinkernd, sein metronomgenaues Spiel sei ihm oft hilfreicher, als die Einsatzkommandos von so manchem Dirigenten.

Die Werke, die Grubinger an diesem Abend spielte, waren nicht in allen Fällen eingängige Rythmusstücke, sondern von viel Dynamik und extremen Lautstärken- und Rythmuswechseln geprägt und verlangten auch dem Publikum einiges an Konzentration ab. Aber die Virtuosität und vor allem die sichtbare Spielfreude, mit der dieser durchtrainierte junge Mann da vorne auf der Bühne zu Werke ging, ließen schnell vergessen, wie kompliziert diese Art von Musik zum Teil angelegt war und riss uns, das Publikum, ein ums andere Mal zu Begeisterungsstürmen hin.

Nach der Pause wurde es etwas eingängiger, etwas südamerikanischer, etwas afrikanischer, aber nicht weniger virtuos. Mit dem aus Burkina Faso stammenden Louis Sanou, der auf nativen Klanginstrumenten und einer Djembe spielte und dem Venezolaner Ismael Barrios an den Congas, wurde ein wahres Feuerwerk percussiver Spielkunst abgebrannt. Interessant ist bei aller Imrovisationskunst, dass es immer einen gibt, der das Kommando hat und nach meinen Beobachtungen war das, als alle Trommler zusammen am Werk waren, nicht Grubinger, sondern sein ehemaliger Lehrer Leonhard Schmidinger. Ein Augenzwinkern, eine gehobene Hand, ein kurzer Schrei genügen, um alle dazu zu bringen, sofort und absolut synchron das gleiche zu tun. Faszinierend!

Als Zugabe gab es dann noch einige Kostproben, die laut Grubinger weniger in den Bereich der Musik, als eher im sportlichen Umfeld anzusiedeln sind. Auf einer Trommel, die deshalb auf der Bühne stand, weil die Lufthansa Grubinger verboten hatte, sie im Passagierraum des Flugzeugs mit nach Portugal zu nehmen und die dort, also am Flughafen von Porto oder Lissabon aufgrund des Vulkanascheflugverbots höchstwahrscheinlich heute noch stünde, führte er einige schier unglaubliche Kunststücke vor und zum Schluss begeisterte er zusammen mit seinem langjährigen Freund und Bühnengefährten Rainer Furthner am Schlagzeug und schließlich noch einmal mit allen friends zusammen.

Stehende Ovationen nach gut zwei Stunden Musik, die man nicht jeden Tag zu hören bekommt. Großartig!
Im September kommt Grubinger übrigens schon wieder nach Nürnberg, diesmal in die Meistersingerhalle.
Könnte gut sein, dass die Liebste und ich uns das noch einmal “antun”.


Die Wunderwand der Woche – Nr. 7

25.04.2010

Als Hommage an die schier endlose Kreativität derjenigen, die bei Youtube eine Akustik-Version des guten, alten Oasis-Songs Wonderwall hochgeladen haben, gibt es jeden Sonntag die Wunderwand der Woche.

Heute: Meine absolute Lieblingsversion. Zwei äußerst hübsche und ausnehmend musikalische Menschen haben den Song vollkommen neu arrangiert und wunderbar interpretiert. Ich höre ihn mir fast täglich an.
Lasst Euch also verzaubern von Vivian und Jens Sørmeland aus Norwegen, die beiden sind einfach hinreißend.


Der Referrer zum Wochenende

23.04.2010

Heute wurde AxeAge unter anderem mit dieser Suchbegriffskombination gefunden:

Titten Wochenende Fleisch Bier

In diesem Sinne: ein schönes Wochenende.


Golf mit einem Schrank

20.04.2010

Kollege Heiner, mit dem ich am Wochenende eine gepflegte Runde Golf gespielt habe, kenne ich jetzt schon ein paar Jahre. Er hat das Herz am rechten Fleck und hat mich mit seinem alten Driver abschlagen lassen, weil er sich das Nachfolgemodell gekauft hatte und sein alter Schläger deshalb vakant war. Und weil diese Waffe – ein Cleveland Hibore XL – gut zu meiner restlichen Schlägersammlung passt, stellte ich Heiner in Aussicht, ihm den Driver abzukaufen, so ich ihn halbwegs treffen würde.

Tatsächlich lag Cleveland Hibore XL gut in der Hand, die Drives waren gerade, durchschnittlich zwanzig Meter länger und nach 32 Stablefordpunkten, also einem halbwegs akzeptablen Ergebnis, einigten wir uns im Clubhaus bei einem Bier auf einen akzeptablen Preis. Dann kam die Rede auf Heiners Arbeitsstelle und wenn ich in der Überschrift geschrieben habe, mit einem Schrank gespielt zu haben, so ist das nicht der zweifelsohne vorhandenen Körperfülle von Heiner geschuldet, sondern einem Umstand, den ich kurz ausführen darf:

Heiner arbeitet in einer größeren Firma, die vor ein paar Jahren von einer anderen Firma aufgekauft worden war. Nach der Fusion wurde beschlossen, sozialverträglich Personal abzubauen. In einem Sozialplan wurde festgelegt, 85 Mitarbeiter in den Vorruhestand zu schicken. Und weil von diesen 85 Mitarbeitern 25 noch gar nicht das Alter für eine derartige Altersregelung hatten, wurde verfügt, diese bilanztechnisch nicht als Personal, sondern als Inventar zu führen, was zur Folge hat, dass Heiner die nächsten drei Jahre zwar jeden Tag seine Arbeitsstelle aufsuchen muss, sich dort aber bitteschön von jeder Arbeit fernzuhalten hat – sprich er sitzt acht Stunden in einem Büro herum und hat nichts zu tun.

Du bist dann ab nächstem Jahr also ein Schreibtisch, sagte ich scherzhaft.
Schrank wäre mir lieber, anwortete Heiner.


Blog Blog Blog – Jemand zu Hause?

19.04.2010

Manchmal frage ich mich, warum ich ein Weblog betreibe und so richtig weiß ich es eigentlich bis heute nicht. Naja, doch schon irgendwie. Ich schreibe halt gerne und all das, was ich früher auf Zettel und in Notizbücher geschrieben habe, schreibe ich jetzt ins Blog, schon allein deshalb, weil der Gedanke, dass diese Auslassungen im nächsten Augenblick die ganze Welt lesen kann, einen ganz außergewöhnlichen Reiz hat.

So wie ich denken sicher viele und so wie ich haben sicher auch viele zu bloggen begonnen und ganz im Gegensatz zu dem, wie ich blogge, nämlich mit Bekanntgabe meines Namens und – in vertretbarer Weise, will heißen, ohne irgend jemand zu kompromittieren – auch mit Bekanntgabe meines persönlichen Umfelds, haben diejenigen, die das lieber anonym tun, sicher auch ihre Gründe dafür, so zu verfahren.
Allerdings muss ich gestehen, kein großer Freund davon zu sein, dass jemand, der etwas zu sagen hat und das dann auch noch im öffentlichen Raum tut, verschweigt, wer er eigentlich ist. Wenn ich es mir recht überlege, finde ich es sogar ziemlich scheiße schade.

Ja gut, man kann als anonymer Blogger über Dinge schreiben, die man sonst nicht preisgeben oder veröffentlichen könnte, man kann sich über Herrn F. lustig machen oder Frau J. durch den Kakao ziehen, auch oder gerade wenn es sich dabei um Arbeitskollegen, Freunde oder missliebige Bekannte handelt, aber irgendwie geht doch damit schon ein Stück Authentizität verloren, mal abgesehen davon, dass es eigentlich ein wenig feige und hinterfotzig ist.
Aber das nur am Rande, darüber wollte ich eigentlich gar nicht schreiben.

Die gute, alte FAZ hat sich über “deutsche Blogger” ausgelassen und dazu ein paar Schreiberlinge zu Wort kommen lassen, die ich teilweise nur vom Hörensagen kenne und von deren Blogs sich kein einziges auf meiner Blogroll befindet. Spreeblick war mal drauf, aber seit der Malte dort nicht mehr veröffentlicht, lohnt es kaum mehr, dort zu lesen. Den Schwenzel kenne ich zwar, aber den weigere ich mich zu lesen, weil er alles klein schreibt – ich finde, das ist eine Zumutung und außerdem interessieren mich die dort behandelten Thematiken nur äußerst begrenzt. Zack, so schnell geht das und Zack, so schnell kommt die FAZ daher und meint offensichtlich, mit ihrer Auswahl einen repräsentativen Querschnitt der deutschen Bloggerszene vorgestellt zu haben.

Das Phantombild des deutschen Bloggers - Draufklicken zum Selberbasteln

Das ist natürlich großer Quatsch und entspricht in etwa dem Ansinnen, die deutsche Presselandschaft skizzieren zu wollen, indem man die Neue Post mit der Süddeutschen vergleicht. Sei’s drum, ich habe den Artikel mehr als Nachhilfetext für all diejenigen FAZ-Leser gelesen, denen der Begriff Bloggen nahegebracht werden soll, weil diese wohl irgendwann schon einmal etwas davon gehört, in ihrem Leben aber noch niemals ein Weblog gesehen, geschweige denn darin gelesen haben. Dafür taugt dieses Dossier, wie es sich hochtrabend selbst nennt, allemal, sonst aber ist er tatsächlich zum Vergessen.

Blogger sind nach meinem Verständnis Menschen, die etwas mitzuteilen haben und dies aus ihrer ganz subjektiven Sicht heraus, leserlich und sprachlich halbwegs anspruchsvoll tun, indem sie entweder das Geschriebene in einen bestimmten Kontext stellen, so wie Don Alphonso das gerne und gekonnt tut oder indem sie ein Themenblog betreiben, so wie Klaus Jarchow mit seinem Stil- und Sprachblog, oder weil sie einfach begnadete Erzähler sind und spannende oder einzigartige Erfahrungen in ihrem Leben gemacht haben, wie meinetwegen Andreas Glumm.

Sich auf derartiges einzulassen, bedeutet wesentlich mehr, als nur einen Text zu lesen, weil es eben nicht nur der Informationsgewinnung dient, so wie es die Propheten des Informationszeitalters gerne hätten, sondern weil damit quasi ein Stück Leben stattfindet, gerne auch in Echtzeit, um diesen überstrapazierten Begriff einmal zu bemühen, aber doch jenseits der auf 140 Zeichen verkürzten, profanen Mitteilungsprosa, die ich selbst noch nicht ausprobiert habe und höchstwahrscheinlich auch niemals ausprobieren werde. Sich auf so etwas einzulassen heißt dann selbstverständlich auch, den Menschen, der dahinter steht kennenlernen zu wollen, womit ich wieder bei meiner Einleitung wäre. Ist der Mensch anonym, könnte er theoretisch auch eine Romanfigur sein, dann interessiert es mich schon nicht mehr so sehr.
Ein Weblog muss allerdings – zumindest für mich – immer auch ein Stück Literatur sein, aber eben nicht eins, das zwischen zwei Buchdeckel gehört oder das es am Kiosk für zwei Euro zu kaufen gibt, sondern unter Weglassung sämtlicher Groß- und Zwischenhändler direkt vom Blogger zum Leser. Kostenlos, Zack Zack.

Da berichtet dann Herr Glumm von seiner Drogensucht während seiner früheren und späteren Jugend und Herr Meyer, alias Don Alphonso, der uns einen Blick in seine Jugend vom gleichen Zeitabschnitt aus Sicht der Upper-Class gewährt, kommentiert trocken unter einem Beitrag seines FAZ-Blogs Stützen der Gesellschaft: Drogensucht hatten wir einfach nicht, das war in Bayern nicht möglich.
So etwas will ich lesen. Ein Leben ohne Rauschgiftsucht und ohne High Society habe ich selbst. Aber ich will wissen, wie es ist. Andere wollen das nicht, aber sie wollen wissen, wie man einen Garten bestellt oder Kinder erzieht, einen Kuchen bäckt oder richtig glaubt. Die lesen dann Mutti- oder Katholenblogs. So einfach ist das und so sollten Blogs auch draußen ankommen.

Verkauft allerdings werden sie als verlängerte Werkbank der inzwischen auf breiter Front schwächelnden sogenannten Holzmedien, als Gegenpart zu verpönten Journaille, als Stadt- und Landschreiber aus Krisengebieten, als Stofflieferant für gehypte Nachwuchsautorinnen, als fünfte Instanz, als Schreib-Nerds, die nicht in der Lage sind, ordentlich am analogen Leben teilzunehmen und als was weiß ich noch alles.

Quatsch mit Soße. Blogger betreiben eine dynamische Homepage mit Inhalten für diverseste Interessen. Im Idealfall können sie gut schreiben, wenn möglich und notwendig auch einmal zwischen den Zeilen. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Geld bekommen Blogger dafür nicht. Nur Kommentare und ab und zu mal einen neuen Freund oder eine neue Freundin.


Die Wunderwand der Woche – Nr. 6

18.04.2010

Als Hommage an die schier endlose Kreativität derjenigen, die bei Youtube eine Akustik-Version des guten, alten Oasis-Songs Wonderwall hochgeladen haben, gibt es jeden Sonntag die Wunderwand der Woche.

Heute: Die Sessellümmelversion


Moorhuhnlevel

14.04.2010

In der amerikanischen Armee werben sie Sechzehnjährige im Supermarkt mit einem Einkaufsgutschein für eine Spielkonsole. Und wenn die dann im Irak um sich ballern, wie beim Moorhuhnschießen, dann verteidigen die doch nicht die moralisch überlegenen Werte des Westens, es sei denn, unsere Werte sind auf dem Moorhuhnlevel gelandet.

Georg Schramm als Oberstleutnant Sanftleben – Neues aus der Anstalt (Folge 34, Erstausstrahlung 13. April 2010)


Royal Golf Club Mariánské Lázně

13.04.2010

Es ist schon mehr als zehn Jahre her, dass ich zusammen mit einigen golfbegeisterten Herrschaften mindestens ein Mal im Jahr – meistens zwei Mal – ins nahe gelegene Tschechien, nach Marienbad zum Golfspielen gefahren bin. Der Royal Golf Club Mariánské Lázně ist über hundert Jahre alt, wurde vom britischen König Edward VII., der weiland in Marienbad zur Kur weilte, höchstpersönlich eingeweiht und ist nach meinem Dafürhalten einer der schönsten Golfplätze Europas.

Oh ja, Sir Axel, seine Gattin und seine ihn begleitenden Sportfreunde und -freundinnen haben dort legendäre Stunden golferischer Lustwandelung verbracht und sich am Abend – manchmal erst nach 36 gespielten Löchern – den berühmten böhmischen Knödeln und dem nicht minder berühmten böhmischen Bier hingegeben.

Leider haben diesen wunderherrlichen Platz mit den Jahren zunehmend schwedische und englische Golfer entdeckt, die schließlich busweise herangekarrt wurden und der idyllischen Ruhe inmitten des lauschig durchwehten Böhmerwaldes ein jähes Ende bereiteten. Der Platz war seither so sehr überlaufen, dass Startzeiten am Wochenende nur noch kurz vor Mitternacht oder unter der Woche nur um 6:30 Uhr zu bekommen waren.

Ob das immer noch so ist, weiß ich ehrlich gesagt gar nicht, aber gestern hatte die Liebste Besuch von ihrer Canasta-Damenrunde, die sich aus der einstigen Marienbad-Golfrunde rekrutiert und weil die Canastakasse inzwischen prall gefüllt ist und man sich nicht auf ein gemeinsames Reiseziel einigen konnte, um besagte Kasse endlich einmal zu leeren, hat man kurzerhand beschlossen, zusammen mit den jeweiligen Göttergatten doch wieder mal eine Reise ins schöne Marienbad ins Auge zu fassen.

Ich gestehe, dieser Gedanke gefiel mir ausnehmend gut. Ich habe mich gleich auf der Homepage des königlichen Golfclubs umgesehen und dabei eine feine Animation entdeckt, die an jedem Loch demonstriert, wie man Par spielt, übrigens mit so hohem Wiedererkennungswert, dass ich gleich eine ordentliche Gänsehaut bekommen habe.

Wer also den Platz, zumindest virtuell einmal Par spielen möchte, der benutze die nachfolgenden LINKS – viel Spaß dabei.


Die Wunderwand der Woche – Nr. 5

11.04.2010

Als Hommage an die schier endlose Kreativität derjenigen, die bei Youtube eine Akustik-Version des guten, alten Oasis-Songs Wonderwall hochgeladen haben, gibt es jeden Sonntag die Wunderwand der Woche.

Heute: Ausdrucksstarke, junge Frau mit klasse Performance und sehr guter Gitarre auf Klinkersims vor Kellerfenster.


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