Groove & Blues & More werden wir morgen, Samstag, den 1. August 2009 mit fünftausend Watt verstärkt auf den Oberen Markt von Hersbruck schmettern und nachdem wir bereits um 18:00 Uhr starten und die Fete bis Mitternacht gehen soll, werden wir wohl jeden einzelnen unserer mehr als 60 Songs spielen und manche vielleicht sogar doppelt.
Das Wetter soll ja wunderbar werden. Also kommet zuhauf!
MASH beim Altstadtfest Hersbruck
31.07.2009Pyraser Classic Rock Night
27.07.2009Eine Landpartie mit äußerst gepflegter Rockmusik lockte die Liebste, den Neffen und mich am vergangenen Samstag ins malerische Thalmässing, Ortsteil Pyras.
Wer sich halbwegs für Bierkultur interessiert, wird wissen, dass dort eine kleine, aber feine Brauerei ansässig ist, die sich seit Jahren dem Weltkulturerbe Biergarten verschrieben hat, was die Betreiber des Musikclubs Hirsch, zusammen mit dem Concertbüro Franken veranlasste, in dieser herrlichen Umgebung, die erste Classic Rock Night zu veranstalten.
Das ist zunächst einmal eine ganz hervorragende Idee und wäre auch mit nicht so hochkarätiger Rockprominenz ein feines Ereignis geworden, aber mit der Verpflichtung altbewährter Rock-Schlachtrösser wie The Sweet, Ten Years After und Manfred Mann’s Earthband war diese Veranstaltung ein echter Hammer.
Darüber hinaus gab es mit Vandes, Marko Bittner, Kellner und den legendären Ramrods ein üppiges Rahmenprogramm, mit dem sich die Wartezeiten auf die Hauptakts und in den Umbaupausen äußerst kurzweilig gestalteten.
Die Konzerte fanden in einer großen Veranstaltungsscheune statt und wurden sowohl per Lautsprecher, als auch per Videoleinwand in den angrenzenden Biergarten übertragen. Der Sound war in allen Fällen hervorragend und die Umbaupausen, die sonst gerne zum Ärgernis werden, weil sie sich endlos in die Länge ziehen, wurden auf die Minute genau eingehalten.
Bei der Verpflegung hätte man sich zwar den einen oder anderen Bier- und Bratwurststand mehr gewünscht, aber die sich bildenden Schlangen wurden sinnvoll dafür genutzt, sich über die Gigs und die guten alten Zeiten auszutauschen und hatten damit auch ihr Gutes.
Los ging’s kurz vor 17:00 Uhr mit meiner absoluten Lieblingsband aus meiner frühen Jugend, mit The Sweet. Seit vierzig Jahren steht Andy Scott, der als einziger noch aus der Original-Besetzung stammt, auf der Bühne und wenn man sich den Tourplan dieser Band ansieht, meint man, das geht in den nächsten vierzig Jahren auf jeden Fall so weiter.
Der Gig war geprägt von Spielfreude pur. Die vier Jungs haben die alte Scheune so richtig zum Kochen gebracht und wenn man bedenkt, dass der Sänger/Bassist nur aushilfsweise dabei war, ist diese Leistung umso höher zu bewerten. Und wie in alten Zeiten sind die vier sofort nach dem Auftritt nach Österreich aufgebrochen, weil sie dort am gleichen Tag noch einen Fernsehauftritt hatten. We Want Sweet!
Nach einer Umbaupause, die gerade mal zu einer Stärkung mit Landbier und Schnitzelbrot gereicht hat, betraten die Jungs von Ten Years After die Bühne. Bei dieser Band ist die Konstellation, was die Zusammensetzung aus Original- und Neumitgliedern betrifft, genau umgekehrt, als bei Den Süßen. Außer dem Gitarristen, dem legendären Alvin Lee, stammt der Rest der Truppe – Lyons am Bass, Ric Lee am Schlagzeug und Chick Churchill an den Keyboards – tatsächlich noch aus der Original-Woodstock-Besetzung. Ein dementsprechend schweres Erbe tritt deshalb Joe Googh an der Gitarre an.
Tatsächlich empfand ich ihn als etwas zu jung für diese Altherrenriege und sein Gitarrenspiel, wenngleich perfekt, ein wenig zu selbstverliebt, auch wenn sich die alten Hasen links, rechts und hinter ihm natürlich in keiner Sekunde aus dem Konzept haben bringen lassen und ihm auf dem Punkt gefolgt sind. Keine Frage, ein gelungener Auftritt, aber so manchem Song hätte etwas weniger Gitarren-Gefrickel besser gestanden und Going Home sollte Herr Googh überhaupt nicht spielen – das ist gotteslästerlich.
Einen Sonnenuntergang und einen Regenschauer später, sorgten Manfred Mann’s Earthband für den Höhepunkt des Festivals. Progressive Rock klingt sperrig, ist aber seit Jahrzehnten Programm dieser Formation und wenn dann noch ein charismatischer Sänger, wie Noel McCalla als Frontschwein agiert, konnte einfach nix mehr schief gehen.
Die Band um den hinter seinen futuristisch beleuchteten Keyboards verschanzten Manfred Mann war großartig eingestellt und nachdem ein paar neuere Songs vorgestellt waren, wurden endlich Eskimo Quinn und der um die Häuser ziehende Dave von der Leine gelassen. Zum Schluss noch Blinded by the Light, das die Zuschauer neben dem akustischen noch auf den optischen Genuss verwies, nämlich die äußerst gelungene Lightshow.
Die Echoes, eine Pink-Floyd-Coverband, haben die Liebste, der Neffe und ich uns am Ende geschenkt, immerhin waren wir fast acht Stunden auf den Beinen, oder besser gesagt, auf den Ohren und weil wir drei wirklich gute Originalbands gehört hatten, musste es zum Schluss nicht unbedingt noch Cover-Bombast sein, außerdem ist man mit fast fünfzig eben doch nicht mehr der Jüngste.
Bleibt zum Schluss der Eindruck eines wunderschönen Rockfestivals in herrlicher Umgebung mit fairen Preisen und hervorragender Organisation und natürlich die Hoffnung, dass diese Konzertreihe, die in diesem Jahr erstmalig stattgefunden hat, in der Zukunft noch recht oft fortgesetzt wird.
Making Woodstock
24.07.2009Wer hier ab und zu liest, wird (hoffentlich) Going Home kennen, mein Fortsetzungs-Schreibprojekt über einen jungen Mann, der 1969 während des Woodstock-Festivals geboren wird, in Deutschland aufwächst und sich nach dem Abitur zusammen mit einem Freund (also mit mir) aufmacht, in Woodstock nach seinen Wurzeln und seinem Vater zu suchen.
Schon lange nehme ich mir vor, ein neues Kapitel zu schreiben, aber es kommen immer tausend andere Dinge dazwischen.
Dieser Tage ist pünktlich zum 40. Jahrestag des Woodstock Festivals ein Buch ins Deutsche übersetzt und herausgebracht worden, das bereits 1975, also fünf Jahre nach dem Festival in Amerika erschien. Es heißt Making Woodstock – Ein legendäres Festival und seine Geschichte (erzählt von denen, die es bezahlt haben).
Erzählt wird die Woodstock-Story aus Sicht derjenigen, die zusammen mit den Veranstaltern Michael Lang und Artie Kornfeld das Projekt finanziert haben und sich damit beinahe ruiniert hätten: Joel Rosenman und John Roberts, zwei Mitzwanziger aus New York, die durch Erbschaft zu einigem Vermögen gekommen waren und gute Kontakte in die damalige Musikszene hatten.
Tolles Buch. Besser als mancher Krimi. Wer hätte gedacht, dass havarierte G’schäftles-Hasardeure so witzig sein können. Und den beiden Übersetzerinnen kann man nur um den Hals fallen: Das ist erstklassige Arbeit.
Carl Weissner
Drei Mal darf geraten werden, welcher Axel sich dieses Büchlein heute gekauft hat.
Auf dem Zauberberg
23.07.2009Es hat ein ordentliches Stück Überredungskunst gekostet, meine liebe Mama, nach einem gebrochenen Oberschenkelhals und mehreren Hüftoperationen zu einem dreiwöchigen Aufenthalt in einer Reha-Klinik zu bewegen. Alles kein Problem, hatte sie erst gesagt. Mit ein wenig Training und eisernem Willen würde sie das zu Hause, zusammen mit ihrem Mann, meinem Vater schon schaffen.
Eine Woche hat sie zu Hause mit ihrem Mann, meinem Vater und eisernem Willen versucht, der verhassten Reha ein Schnippchen zu schlagen und meine Befürchtungen, sie würde in dieser Zeit noch einmal stürzen und damit alles noch schlimmer machen, haben sich zum Glück nicht bestätigt. Hausarzt und Orthopäde haben ihr schließlich zugeredet und eindringlich eröffnet, wenn sie nicht zur Reha gehe, würde sie wahrscheinlich nie mehr auf die Beine kommen und meinen Vater würde diese Situation auf die Dauer so sehr überfordern, dass er das auf keinen Fall lange würde durchhalten können.
Also hat sie zähneknirschend zugestimmt und am letzten Montag in einer Klinik, hoch droben auf einem Berg im Frankenwald ihre Reha angetreten.
Gestern haben sie Vater und ich in der Klinik besucht und es war wie ein Wunder. Sie war, im Gegensatz zu den letzten Wochen sehr gut drauf, hat sich sofort in ihren Rollstuhl geschwungen und uns am Gehbock – das ist so etwas ähnliches wie ein Rollator, nur ohne Rollen – gezeigt, wie sie durchs Zimmer laufen kann und sogar in der Lage ist, Hindernisse dadurch zu umgehen, indem sie den Bock einfach hochgehoben und nach dem Hindernis wieder aufgesetzt hat.
Vater und ich waren völlig erstaunt und freuten uns über ihren Zustand und als wir in den angrenzenden Klinikpark gegangen sind, uns auf eine Parkbank gesetzt, den Wolken beim ziehen, den Schmetterlingen beim fliegen, den Blumen beim blühen und den anderen Patienten beim rehabilitieren zugesehen haben und zwei Meter von uns entfernt ein ausgewachsener Fuchs ohne erkennbare Eile an uns vorüber lief und sich in die Büsche verkrochen hat, dachte ich, das hier muss der Zauberberg sein – kann ja gar nicht anders.
Wege aus der Krise
16.07.2009Werbung oder das Gegenteil von Oben heißt der neueste Beitrag bei Don Alphonsos FAZ-Blog Stützen der Gesellschaft. Ich wohne und arbeite leider noch ziemlich weit unten, darob ich beim Stadtspaziergang ziemlich viel Werbung ertragen muss.
Ein wunderschönes Beispiel, das ich geringfügig verändert habe, war im Schaufenster einer Versicherung zu sehen.

Wege aus der Krise
Eels musiziert – Else eliminiert
14.07.2009Eigentlich bin ich ja kein großer Fan davon, Youtube-Videos in Weblogs einzubinden, aber manchmal muss es einfach sein.
Am folgenden Video stimmt alles: die Rauschebärte, das Schwarze, das Weiße, das Schwarz-Weiße, der alte Hund, die alten Gitarren, der Kassettenrekorder von Telefunken, das eigenwillige Tonstudio und – hab’ ich was vergessen? Ach ja, die Musik.
Lukas Heinser von Coffee & TV schreibt sinngemäß: Wer ein Herz hat, liebt dieses Lied. Bedingungslose Zustimmung!
Apropos Herz. Obwohl es mir das Herz bricht, fliegt das Weblog von Else Buschheuer heute aus meiner Blogroll.
Grund: Else bloggt nicht mehr, sondern twittert nur noch.
Das ist sehr schade, denn ich habe immer gerne bei ihr gelesen und sie auch das eine ums andere Mal hier zitiert. Unvergesslich wird mir der September 2001 bleiben. Frau Buschheuer hat damals in unmittelbarer Nähe World Trade Centers gewohnt und von den Anschlägen mehr oder weniger live in ihrem New York Weblog berichtet – ungefiltert, aus dem Bauch und bis zur vollständigen Erschöpfung.
Später hat sie die Texte aus dem Netz entfernt und als Buch herausgebracht. Redigiert, korrigiert und in Form gegossen haben sie dort aber leider ihre atemlose Spannung nahezu vollständig eingebüßt.
Vorausschauend, wie ich damals schon war, habe ich allerdings sämtliche Texte kopiert und gespeichert. Manchmal lese ich darin und bin danach umso mehr vom Konzept Weblog als eigenständigen und ernstzunehmenden Informationskanal überzeugt – im Gegensatz zu Twitter.
In diesem Sinne mein Appell an Else Buschheuer: geben Sie diesen 140-Zeichen-Scheiß auf und bloggen sie wieder. Ein Platz in meiner Blogroll ist Ihnen sicher.
Tages-Du
13.07.2009Das vergangene Wochenende stand ganz im Zeichen des Golfsports. Hach, ich liebe solche Ausflüge in die analoge Welt, in der ein Computer lediglich die Aufgabe hat, Turnierergebnisse auszuwerten, ansonsten aber das Menschliche, das Menschelnde, die Natur und der durch keine noch so ausgeklügelte Computertechnik der Welt reproduzierbare Schwung eines Amateurgolfspielers im Mittelpunkt stehen.
Am Samstag ging’s los mit einem Turnier, das vom Bekleidungshaus Wöhrl und dem Online-Broker Cortal-Consors gesponsort wurde. Schöne Geschenke, schöne Preise, vernünftiges Essen.
Meine neuen Cleveland-Eisen kamen zum ersten Mal bei einem Turnier zum Einsatz und ich habe sie ganz hervorragend getroffen. Mein Nettoergebnis war zwar nicht unbedingt berauschend, aber brutto habe ich von über 60 Teilnehmern immerhin den 7. Platz belegt. Meine Mitspieler waren äußerst angenehme Zeitgenossen. Die Dame im Flight hat sich mit insgesamt 47 Nettopunkten um sagenhafte 11 Schläge unterspielt und damit den ersten Preis ihrer Handicapklasse gewonnen. Großes Hallo und Freude über eine sündhaft teuere Sportjacke und das unvermeidliche Plexiglas mit Gravur.
In der Umkleidekabine durfte ich ein feines Gespräch zum Thema Tages-Du belauschen. Diese offensichtlich in letzter Zeit um sich greifende Unsitte, sich während des Spiels zu duzen und danach wieder zu siezen hat Herrn Meier, einen Club-Kollegen, der am Wochenende zuvor in einem nicht näher benannten Schicki-Micki-Club Opfer besagter Unsitte wurde, so sehr erbost, dass er dem Dr. Sowieso, der während der Runde Klaus, danach aber wieder Dr. Sowieso genannt werden wollte, verboten hatte, ihn den Erbosten, während der Runde zu duzen. Für Sie, Herr Dr. Sowieso, hatte er ihm entgegengeschleudert, für Sie bin ich auch während der Runde Herr Meier.
Die Golfrunde soll daraufhin äußerst frostig verlaufen sein.
Gestern, am Sonntag dann noch eine kleine Privatrunde, bei der ich zwei Herren und einer Dame zugelost wurde. Die Herren, älter als ich, haben halbwegs vernünftiges Seniorengolf gezeigt, aber das Spiel der Dame konnte man beim besten Willen nicht Golf nennen. Mit wilden Körperverrenkungen hat sie versucht, den Ball von sich weg zu bewegen, was ihr nur in wenigen Ausnahmefällen wirklich geglückt ist.
Dann hatte die Gute auch noch ein furchtbar schrille, abstoßende Stimme und wenn sie beim Putten in die völlig falsche Richtung gezielt und den Ball dann viel zu stark gespielt hatte, um daraufhin beleidigt zu bemerken, selbst beim Putten habe ich heute kein Glück, dann hätte ich beinahe die Contenance verloren und sämtliche Etikettenregeln vergessen.
Weil mir die partnerschaftlichen Verhältnisse meiner Mitspieler lange Zeit unklar waren – mit anderen Worten, ich wusste nicht, wer zu wem gehört – wäre mir auch noch fast der Lapsus passiert, dem Ehemann der Ausnahmegolferin zu stecken, dass die Alte das wohl niemals lernen wird. Ja gut, ich hätte es höchstwahrscheinlich etwas eleganter ausgedrückt, aber peinlich wär’s trotzdem geworden.
Als uns dann nachfolgende Golfer noch bescheinigten, wir würden viel zu langsam spielen und sich daraufhin die Herrin unseres Flights furchtbar echouffierte, fand ich die Erfindung des Tages-Du plötzlich gar nicht mehr so übel und habe kurz darüber nachgedacht, es meiner Mitspielerin sofort und unwiderruflich zu entziehen.
Generation Upload
09.07.2009Also zur Generation Golf zähle ich mich ja seit gut zwanzig Jahren, wenn die Gründe auch andere sind, als jene, die unsereins von Werbestrategen aus Wolfsburg zugedacht waren.
Seit gestern soll ich allerdings auch noch der Generation Upload angehören. Vodafone hat nämlich mit groß angelegter Werbekampagne die Blogger und das gesamte Web 2.0 im Visier und setzt dazu sogenannte Testimonials ein, unter anderem Ute Hamelmann (alias Schnutinger), Robert Basic und Sascha Lobo.
Nun, mit der Schnutinger könnte ich mich ja noch halbwegs anfreunden. Ich habe sie auf meiner Blogroll und lese recht gern und amüsiert bei ihr. Aber mit so nerdigen Typen, wie Robert Basic, der vor kurzem mit großen Brimborium seine Internetadresse bei ebay verschachert hat, oder diesem unsäglichen Irokesen Lobo, der sich mehr und mehr zum Bärendienst der Blogosphäre entwickelt, in einem Atemzug genannt zu werden, bereitet mir dann doch reichlich Unbehagen.
Und dann noch dieses Video. Bei aller Liebe – Rohrkrepierer ist dafür wohl noch der schmeichelhafteste Ausdruck.
Apropos Vodafone und Sascha Lobo:
So hätte es der Irokese gern.
So, höhöhö … ich sag’ nix.
MASH-Stress
05.07.2009Zwei ganz entspannte Gigs am Wochenende:
Am Freitag in Noahs Beach Garden neben der Arena in Nürnberg und am Samstag im Firlefanz in Altdorf.
Wir haben uns nicht gerade eine goldene Nase verdient, aber der Spaßfaktor war hoch!
Ach ja, ein neues MASH-Plakat haben wir auch.

Verfasst von axeage 
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