Die Feiertage sind überstanden. Zum Bloggen kommt man da beim besten Willen nicht. Also erzähle ich schnell die diesjährige Christbaumgeschichte.
Christbaumkauf ist von jeher mein Job. Meistens kaufe ich eine Nordmanntanne beim OBI für 15,- EURO. Das war auch in diesem Jahr so, mit dem Unterschied, dass es keinen Baum mehr gab im Gardemaß (ausgestreckter Axel-Arm plus Rest-Axel entspricht haargenau der Zimmerhöhe). Allerdings gab es ein vermeintlich wohlgeformtes Tännchen, das aber insgesamt ca. 20 Zentimeter zu lang war. Also ließ ich den untersten Kranz entfernen, den Baum kürzen und brachte ihn sicher nach Hause.
Am 23. Dezember trauten die Liebste und ich unseren Augen nicht, denn der Baum sah bei Tageslicht betrachtet, reichlich erbärmlich aus. Er war erstens immer noch zu lang und hatte zweitens eine Lücke, weil ihm in seinem Tannenleben irgendwann einmal ein zweiter Stamm gewachsen war, der vom Nordmanntannenplantagenbesitzer kurzerhand entfernt worden war. Tja und an der amputierten Stelle hatte sich kein Ästchen mehr herauszuwachsen getraut, dafür aber eine kleine Wölbung geformt.
Also musste noch ein Kranz dran glauben und einer der abgezwickten Äste an der lichten Stelle mit Bohrmaschine und Nagel eingesetzt werden. Welch eine Aktion. Aber es hat sich dann doch gelohnt. Die Liebste meinte souverän, dass es bestimmt nicht unser schönster Baum sei, wohl aber derjenige, der ihr am nähesten ans Herz gewachsen ist.
