Ray

Eigentlich schalte ich Unterschichten Privatfernsehen kaum noch ein, aber gestern lief auf VOX der Film Ray und den wollte ich schon lange mal sehen.
Hmmm… war das jetzt ein guter Film?
Ehrlich gesagt, ich bin mir nicht sicher. Die schauspielerische Leistung war zwar beeindruckend, Jamie Foxx herausragend, und auch der Rest der Crew überzeugte weitestgehend.
Aber insgesamt war die Story, die das Leben des legendären Musikers Ray Charles beschreibt, meiner Ansicht nach etwas zu plakativ angelegt und der Schluss des Films, der Rays Drogenentzug und Katharsis zeigt, schmalztriefte dann doch arg.
Ray ist dann am besten, wenn seine Musik gespielt wird und die gab es zum Glück zuhauf. Gänsehaut pur, auch (oder vor allem) wegen der eigenwilligen Blindengestik, die, gepaart mit dem weltentrückten, teilweise hysterischen Habitus eines Heroinabhängigen und der Musikmixtur aus Gospel, Blues und Country nachhaltigen Eindruck hinterlassen.
Alles in allem großes Hollywood-Kino – nicht weniger, aber auch (leider) nicht mehr.

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