Wenn Menschen sich outen, meistens in Talkshows, oder auf Parties, denke ich manchmal, um Himmels willen, was erzählt der denn da … ist der sich für nix zu blöd … wie kann man nur so etwas von sich geben … oder ähnliches.
Wenn es allerdings um Fragen des Glaubens geht, versuche ich mir immer sofort vorzustellen, wie ich wohl antworten würde und gerate darüber zunehmend ins Grübeln. Die profanste aller Fragen in diesem Zusammenhang dürfte zweifelsohne sein:
Glaubst Du an Gott?
Im Grunde genommen ist diese Frage aber doch eigentlich unsinnig, denn irgendwie kann man doch gar nicht nicht an Gott glauben. Wenn man sich umblickt, ist man umgeben vom Wunder und vom Mysterium des Lebens. Alles erblüht, wächst, gedeiht, pulsiert – und stirbt, aber nur, um zu vergehen und als Grundlage dafür zu dienen, dass anderes wieder erblühen, wachsen und gedeihen kann.
Man kann darauf natürlich antworten, das ist die Evolution, die Natur, der ewige Kreislauf, aber letztendlich sind das doch alles Synonyme für den Begriff Gott – oder?
Also müsste man die Frage präzisieren und meinetwegen formulieren: Glaubst Du an einen alten Mann mit Bart oder an ein Auge in einem Dreieck über den Wolken oder so etwas in der Art.
Ich persönlich müsste solche Fragen mit „Nein“ beantworten. Das ist Kinderglaube und sollte ebenso, wie der Glaube an den Weihnachtsmann und den Osterhasen ab einem gewissen Alter abgelegt und überwunden sein. Insofern fällt mir auch der Glaube an einen eingeborenen Sohn Gottes ziemlich schwer.
Jetzt hat im Herbst letzten Jahres Dr. Michael Schmidt-Salomon, seines Zeichens freischaffender Philosoph und Schriftsteller, ein illustriertes Kinderbuch herausgebracht, mit dem schönen Titel:
Wo bitte geht’s zu Gott? fragte das kleine Ferkel.
In dem Buch geht es um das kleine Ferkel und den kleinen Igel, die immer geglaubt hatten, es könnte ihnen gar nicht besser gehen, bis sie ein Plakat entdeckten, auf dem geschrieben stand:
„Wer Gott nicht kennt, dem fehlt etwas!“ Also machten sich die beiden auf den Weg, um Gott zu suchen, was in der Moral endet (von der Geschicht’): wer Gott nicht kennt, der braucht ihn nicht!
Soweit, so putzig.
Richtig putzig wird die Sache aber jetzt, als letzte Woche das Bundesfamilienministerium sich genötigt sah, von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften untersuchen zu lassen, ob dieses Büchlein nicht auf den Index zu setzen sei, unter anderem deshalb, weil es „antisemitische Tendenzen“ aufweise.
Ich habe mir das Büchlein gekauft, es mit viel Vergnügen gelesen und darf sagen: dieses Buch ist weder jugendgefährdend noch in irgend einer Weise antisemitisch.
Wer also glaubt, sein Schwein pfeift und wie ich der Meinung ist, das Büchlein hat nichts auf dem Index zu suchen, klickt hier.
Verfasst von axeage 
Einzigartig Dana, unsere Sängerin, die mit ihrer Stimme und ihrer gesamten Ausstrahlung das Publikum sofort in ihren Bann gezogen hat.
Verfasst von axeage