Königliche Schoko-Bananen

06.07.2007

Natürlich mit Chiquita-Bananen.
Kennt die jemand?

Geleebananen

Die gibt es zur Zeit beim Schlecker um die Ecke
und verflucht, ich kann nicht mehr aufhören,
die zu verklappen.


Liebe Zielgruppe

05.07.2007

Zugegeben, man muss sich an ihn gewöhnen. An dieses kantige Gesicht, an seine etwas affektierte Gestik, an seine leicht überakzentuierte Art zu sprechen, an seine Präsenz, die auf den ersten Blick so gar nicht zu einem Kulturmagazin passen will. Aber wenn man sich daran gewöhnt hat, muss man zu dem Schluss kommen, dass er ein guter Mann ist. Ein guter Moderator und vor allem ein guter Interviewer.
Die Rede ist von Dieter Moor, der seit neuestem das tägliche 3Sat-Kulturmagazin Kulturzeit moderiert. Bei den letzten Sendungen hat er mir zwei Mal ausgesprochen gut als Interviewer gefallen. Einmal, als er Marylin Manson zu dessen Ausstellung in Köln befragte und vorgestern, als er Dr. Richard Munz zum Thema Katastrophenhilfe interviewte.
Wenn ich da an seinen Kollegen Ernst A. Grandits denke. Bei jedem Interview, das der führt, bricht mir der kalte Schweiß aus, weil er ständig vom Teleprompter oder seinem Manuskript abliest und damit kaum in der Lage ist, flexibel auf Antworten zu reagieren. Oft genug gerät er dabei furchtbar ins Straucheln.
Um bei Moor zu bleiben. Erinnert sich noch jemand an seine Sendung Canale Grande? Die hat er immer mit den Worten eröffnet: Liebe Zielgruppe ….
Ich finde, das hatte was.


Wer ist Johann G.

04.07.2007

Einmal im Jahr kocht meine Frau zusammen mit ihrer Mutter Marmelade. Arbeitsteilig, wie meine Schwiegerfamilie organisiert ist, zeichnet für Namensvergabe und Etikettierung des Endprodukts mein Schwiegervater verantwortlich.
Als am Abend meine Frau mit einem Korb frischer Marmeladen- und Geleegläser nach Hause kommt, lese ich auf den Etiketten:
Johann G und Erd Van.
Verständnisvoll auf die Fragezeichen, die über meinem Schädel kreisen eingehend, erklärt mir die Liebste, es handele sich dabei weder um den Namen der neuen Küchenhilfe, noch um das Transportmittel, mit dem die Produkte befördert wurden.
Johann G bedeutet Johannisbeergelee und Erd Van steht für Erdbeer/Vanille.
Ahaaa !!!


Dumme geile Cowboys

04.07.2007

Manchmal bleibe ich bei Filmen hängen, die ich eigentlich gar nicht anschauen will. Gestern war es Hi-Lo Country auf Tele5. Martin Scorsese diesmal nicht als Regisseur, sondern als Produzent dieses sogenannten Neo-Westerns.
Die Handlung ist schnell erzählt: am Ende des zweiten Weltkriegs verlieben sich die Freunde Big Boy und Pete in die gleiche Frau (klasse: Patricia Arquette als laszive Mona), was die Männerfreundschaft auf eine harte Probe stellt. Heißsporn Big Boy (Woody Harrelson), der sich (nicht nur wegen der Frau) mit Gott und der Welt anlegt, wird zum Schluss von seinem Bruder erschossen, weil er es mit der brüderlichen Fürsorge etwas übertreibt. Zurück bleibt die schwangere Mona. Pete (Billy Crudup), der als Zeuge des Mordes aussagt, der Bruder habe in Notwehr gehandelt, verlässt das Bundesland, um sich Josepha zu widmen, seiner zweiten Garnitur in Sachen Liebe.

Naja, wie soll ich sagen. Der Grundgedanke des Films, einer aussterbenden Rasse, nämlich der des gemeinen, amerikanischen Kuhjungen ein filmisches Denkmal zu setzen, wurde nicht zuletzt durch die gute schauspielerische Leistung aller Darsteller nachvollziehbar und überzeugend umgesetzt. Insgesamt allerdings kommt der Film etwas zu testosterontriefend daher. Immer, wenn unsere Helden eine Bar oder Tanzveranstaltung besuchen, endet es in einer wüsten Schlägerei. Sie ernähren sich ausschließlich von Whiskey und Zigaretten und wenn mal nicht die Fäuste fliegen, wird der Gegner entweder angepinkelt oder beim Pokerspiel so fertig gemacht, dass er in der nächsten Szene an einer Herzattacke stirbt. Hätten die Jungs ihre Zigaretten nicht selbst gedreht, sondern einer weiß-roten Packung entnommen, man müsste vermuten, der Film sei eine aufwändig inszenierte Imagekampagne für den Marlboro-Mann.
Die kleine Josepha (allerliebst Penélope Cruz), die unsterblich in Pete verliebt ist, macht in einer Szene ihrem Unmut über das ganze Macho-Gehabe Luft, in dem sie Pete und Big Boy als dumme, geile Cowboys beschimpft. Damit formuliert sie für mich den eigentlichen Plot des Films.
Bleibendster Eindruck dieses Fernsehabends war dann auch nicht der Film, sondern eine völlig unaufdringliche Werbelaufschrift, die ein gutes Dutzend mal am unteren Rand des Bildschirms eingeblendet wurde:
Jetzt „Spiel mir das Lied vom Tod“ auf dem Handy erleben.


Electric Ladyland

02.07.2007

Gestern auf arte: Classic Albums – Jimi Hendrix – Electric Ladyland – 1968.
Ein hervorragender Bericht über die Entstehung dieser legendären Doppel-LP. Schade, dass ich zu spät eingeschaltet und deshalb nur knapp die Hälfte der Sendung mitbekommen habe.
Mir wird schon immer ganz heiß und kalt, wenn ich so viele großartige Musiker auf einem Haufen sehe. Klasse auch, einmal die ganze Mannschaft kennenzulernen, die hinter solchen Produktionen steht, wie beispielsweise den legendären Tontechniker Eddie Kramer oder Jimis Manager und Produzent Chas Chandler.
Jedenfalls freue ich mich schon auf die weiteren Berichte aus dieser Fernsehreihe, u. a. über Lou Reed, Bob Marley, Pink Floyd und The Who.