30.05.2007
Ich habe vor, bis Weihnachten ein gutes Dutzend Blues-Songs aufnehmen. Und weil ich es zu müßig fand, mir tieftraurige Liedtexte auszudenken, haben dafür ein paar handelsübliche Bedienungsanleitungen herhalten müssen.
Hier drei Hörproben, aus Stücken, die bereits fertig sind:
· Connecting People
· The Hub
· Standby your Amp
Wenn alles gut geht, gibt es Weihnachten eine CD, die hoffentlich reißenden Absatz findet. Wenn nicht, werde ich sie verschenken
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Musik |
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Verfasst von axeage
24.05.2007
Eigentlich bin ich ja kein großer Fan von Raumschiff Enterprise – von der ersten Staffel schon gar nicht.
Ein Dialog ist mir allerdings ans Herz gewachsen:
Kirk: „Wie lange brauchst Du für die Reparatur, Scotty?“
Scotty: „Drei Tage“
Kirk: „Du hast drei Stunden“
Scotty: „OK“
Bei seiner letzten Mission hat Scotty sich allerdings ordentlich verschätzt. Drei Wochen war er verschwunden. Wird bestimmt nicht wieder vorkommen!
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Verfasst von axeage
20.05.2007
An diesem Wochenende war es soweit: der Golfclub Erlangen, bei dem ich seit 1990 mehr oder weniger erfolgreich Golf spiele, präsentierte nach nur einjähriger Bauzeit unseren neuen, wunderschönen 18-Loch-Platz. Hut ab vor den Erbauern, das war eine reife Leistung !
Weniger reif war meine spielerische Leistung bei den beiden Eröffnungsturnieren, doch darüber wird stillgeschwiegen!
Hier ein Actionbild vom 15. Abschlag, dem einzigen Loch, das ich (an beiden Tagen) Par gespielt habe.

Berichte von der Platzeröffnung gibt es hier, hier und hier.
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Golf |
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Verfasst von axeage
16.05.2007
Zu einer der unsäglichsten Produktionen des deutschen Privatfernsehens gehört zweifelsohne die Krimiserie „Der Bulle von Tölz“. Darin walzt der schauspielerisch mäßigst begabte Ottfried Fischer als Dreizentner-Kommissar Benno Berghammer mit halb offenem Mund durch die malerische Kleinstadt Bad Tölz, fragt alle zwanzig Minuten vermeintlich Verdächtige, wo Sie am Vortag zwischen 18:00 und 20:00 Uhr waren, wird dabei von einer Kollegin herber Schönheit und einem eher halbschlauen Streifenpolizisten begleitet und permanent von seiner spinnerten Mutter herumkommandiert. Sporadisch treten ein Prälat, ein zwielichtiger Bauunternehmer und ein halbseidener Staatssekretär auf – fertig ist der Provinzkrimiposse. So weit, so schlicht, so schlecht.
Neulich lese ich in der örtlichen Presse, dass für das Drehbuch dieser Serie eine gewisse Frau Jahn aus Nürnberg verantwortlich zeichnet. Oh Gott, auch das noch, dachte ich bei mir. Es reicht offenbar nicht, dass das gute alte Nürnberger Frankenstadion seit neuestem easycredit-Stadion heißt und der peinlichste aller Partei-Generalsekretäre, Markus Söder, aus Nürnberg kommt. Nein, die hanebüchenste Serie deutscher Unterhaltungskunst, muss auch noch von einer Nürnbergerin stammen.
Die Idee für Ihr erstes Drehbuch: ein Schönheitschirurg, der in seiner eigenen Klinik zu Tode geröntgt wird. Als Vorbild diente ihr dazu der Fall Gsell. Und jetzt raten Sie mal, woher der Schönheitschirurg stammt? Natürlich, aus Nürnberg. Wie peinlich. Ich erwarte mit Grausen den Tag, an dem Lodda Maddäus Bundestrainer wird und sein erstes Fernsehinterview gibt.
Übrigens, Doris Jahn ist gelernte Steinbildhauerin. Die Mimik des Hauptdarstellers, Ottfried Fischer, setzt diesem Umstand im wahrsten Sinne des Wortes in jeder Folge aufs Neue ein Denkmal.
Ja und dann hat sich Frau Jahn auch noch die Figur eines Hilfspolizisten ausgedacht, Herrn Schmidt mit fränkischem Dobbel-d, dessen Wesensmerkmale, Prinzipienreiterei, Korrektheit und pünktlicher Dienstschluss nur einen Schluss auf dessen Charakter zulassen: dümmlicher Franke. Herr Schmidt mit fränkischem dd stammt übrigens aus Aufseß, einer Gemeinde, die im Guinness-Buch der Rekorde verewigt ist, weil es dort die meisten Brauereien pro Einwohner gibt.
Ob Frau Jahn mit Ihrer Krimiserie einen ähnlichen Rekord anstrebt? Statistisch gesehen, dürften nämlich in Bad Tölz die meisten Morde pro Einwohner geschehen. Seit gut zehn Jahren läuft die Sendung. Sechzig Sendungen wurden ausgestrahlt. Pro Sendung mindestens drei Morde – eher vier. Macht roundabaout 200 Morde in zehn Jahren. Bei 17.000 Einwohnern sollte deshalb die Bevölkerung in gut 850 Jahren ausgelöscht sein.
Laut Wikipedia wird Bad Tölz im Jahre 1155 erstmals urkundlich erwähnt. Da kann man den Stadtvätern doch nur ganz herzlich zur Halbzeit gratulieren.
Dieser Artikel erschien am 26. Mai 2007 auch bei
kolumnen.de
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Verfasst von axeage
12.05.2007
Ein wunderbarer Film des schottischen Regisseurs Bill Forsyth über einen texanischen Porschefahrer und Maßanzugträger, der in Schottland im Auftrag eines Ölkonzerns einen ganzen Küstenstreifen einschließlich Dorf kaufen soll, damit dort ein Öllager errichtet werden kann.
Ihm an die Seite gestellt ist ein liebenswert naiver europäischer Kollege. Die beiden treffen bei Ihrer „Einkaufstour“ auf einen Tausendsassa, der in Personalunion Hotelier, Meisterkoch, Bürgermeister, Akkordeonspieler, Don Juan und Seelsorger der Gemeinde ist und der versucht, den besten Kaufpreis und die lukrativsten Konditionen für sein Dorf herauszuschinden.
Doch erstens kommt es anders und zweitens, als man denkt: die für die Ölgesellschaft hauptsächlich interessante Küstenregion gehört nämlich einem alten Kauz, der in einem gestrandeten Schiff wohnt und sich von dem ernährt, was ihm das Meer an Strandgut tagtäglich anschwemmt.
Die Geschichte bekommt eine Wende und endet damit, dass der Chef des Ölkonzerns mit dem Hubschrauber anreist (unerreicht: Burt Lancaster als polternder Hobbyastrologe), um sich persönlich der Sache anzunehmen.
Ich muss gestehen, ich hatte noch nichts von diesem Film, der aus den 1980er Jahren stammt, gehört. Ein guter Freund hatte uns vor längerer Zeit die DVD mitgebracht und bei seinem letzten Besuch haben wir den Film dann gemeinsam angesehen.
Was den Film so einzigartig macht, ist, dass er absolut unaufdringlich und unspektakulär daherkommt und damit eine ausnehmend relaxte Stimmung erzeugt. Dazu ein paar herrliche Running Gags, Easy Listening von Mark Knopfler und als poetische Fußnote die herrliche Idee, der vom Assistenten angebeteten Meeresforscherin Schwimmhäute zwischen den Zehen zu verpassen.
Im Begleittext der DVD steht: man wünscht sich, der Film würde niemals enden und tatsächlich ist man ein wenig traurig, wenn der Yuppie am Ende des Films wieder zurück ist, in seiner gestylten Großstadtwohnung und den Ausblick auf die Skyline „genießt“. Hatte er sich doch in dem kauzigen Schottendorf so wunderbar zu seinem Vorteil verändert, Pullover und Dreitagesbart getragen, sich mit uraltem Whiskey voll laufen lassen, sich in die Freundin seines Vertragspartners verliebt und Orangen gegessen aus einer angeschwemmten Obstkiste vom anderen Ende der Welt.
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Verfasst von axeage